Konvergenz – Grundlagen und Anwendung, Management und Design verschmelzen

 

Forschendes Lernen als Lehrkonzept - eine didaktische Methode mit hoher Effizienz im Lerning Outcome, die auch noch Spaß macht!

Forschendes Lernen als Lehrkonzept – eine didaktische Methode mit hoher Effizienz im Lerning Outcome, die auch noch Spaß macht!

Forschendes Lehren und Lernen: Wofür steht das curriculare Konzept des „Forschenden Lernens“? Wie verläuft der Prozess der Wissensgenerierung? Und welche Qualität von studentischen Ergebnissen ist zu erwarten? Fragen, die sich beispielhaft klären lassen anhand des Moduls Designmanagement-Projekt 2 (Sg Design- und Projektmanagement, FH Südwestfalen) bei Prof. Dr. Ulrich Kern (mit Julian Unzner B.A.). Hier wird nicht nur vorhandenes Wissen transferiert, sondern Studierende haben auch Teil am Prozess der Generierung neuen Wissens. Insofern ist das „Forschende Lernen“ eine aktivierende Methode, die Eigeninitiative und Reflexionsfähigkeit fördert.

Kreativer Forschungskreislauf - Die Arbeitsprozesse in Projekten des Forschenden Lernens verlaufen sowohl sequentiell als auch chaotisch. Die Pakete werden sequentiell in der Lehre vermittelt und Chaotisch im Projekt praktiziert. Die Dokumentation nimmt dann wieder die sequentielle Struktur auf.

Kreativer Forschungskreislauf – Die Arbeitsprozesse in Projekten des Forschenden Lernens verlaufen sowohl sequentiell als auch chaotisch. Die Pakete werden sequentiell in der Lehre vermittelt und Chaotisch im Projekt praktiziert. Die Dokumentation nimmt dann wieder die sequentielle Struktur auf.

Durch den Lernkorridor zur Gestaltungskompetenz
Entscheidend für das „Forschende Lernen“: Der Weg vom vorhandenen und zu vermittelndem Faktenwissen führt zum neuen Wissen durch einen breiten Lernkorridor, der die Kompetenzentwicklung der Studierenden zur Gestaltungskompetenz lenkt. Das Ganze hat eine Komplexität, die in der hybriden Struktur von Designmanagement-Projekten liegt.
Zum Lernkorridor  gehören Unterrichtselemente wie regelmäßige Vorlesungen, die den relevanten fachlichen Stoff vermitteln, und ebenso Workshops, die mit Impulsvorträgen, Fallstudien und Gruppenarbeiten den Studierenden einen ersten konkreten Einstieg in die vielen Facetten der komplexen Thematik bieten. So geht es in Besonderheit bei diesem Projektmodul um die Methode des Eye-Trackings, um die Bedeutung des Verpackungsdesigns für die Konsumpräferenzen von Kunden und um Konstrukte wie Gender Codes oder Markenbedeutung. Als Ausgangspunkt für den selbstständigen Erkenntnisgewinn dient ein schriftlich formuliertes Briefing, das die zu bearbeitende Aufgabe explizit umreißt und die Erwartungen an Ergebnis und Ziel definiert. So lautete das Briefing konkret, mit Hilfe des Eye-Trackings Unterschieden in der Wahrnehmung von Produkten des täglichen Bedarfs, d.h. von Formen, Farben, Typografie, grafischen Elementen, Bildbotschaften etc., auf die Spur zu kommen. Damit setzen sich die Studierenden mit einer bisher nicht gestellten Forschungsfrage auseinander, die mit Hilfe von Labor- und Feldexperimenten zu untersuchen und analytisch zu bewerten ist. Die Qualität der Arbeit in der Laborphase sichert ein qualifizierter wissenschaftlicher Mitarbeiter (Julian Unzner), die in Skripten und Übungen mit dem technischen Untersuchungsdesign und den Optionen des Eye-Trackings vertraut macht.

Wesentlicher Bestandteil des Lehrkonzepts sind die regelmäßigen "professionell" vorbereiteten Arbeitsbesprechungen. Hier stellen die studentischen Teams ihren Arbeitsfortschritt vor und stellen diesen zur Diskussion.

Wesentlicher Bestandteil des Lehrkonzepts sind die regelmäßigen „professionell“ vorbereiteten Arbeitsbesprechungen. Hier stellen die studentischen Teams ihren Arbeitsfortschritt vor und stellen diesen zur Diskussion.

Wichtiges didaktisches Element sind die „professionell“ vorbereiteten Arbeitsbesprechungen
In wöchentlichen, „professionell“ vorbereiteten Arbeitsbesprechungen präsentieren die Studierenden ihre vorläufigen Ergebnisse und vertiefen ihre kritische bzw. selbstkritische Reflexion der Arbeit mit Probanden, Primärdaten und Datenauswertung. Sie erarbeiten so schrittweise das Ergebnis eines wissenschaftlich fundierten Projektberichts, der relevante Aussagen und stichhaltige Interpretationen zu einem qualifizieren Forschungsergebnis zusammenführt. In dem Zusammenspiel der verschiedenen curricularen Elemente entsteht komplexes Problemlösungswissen der Studierenden – als Kombination aus Handlungswissen, Fähigkeit zur kritischen Reflexion und wissenschaftlichen Bewertung komplexer Forschungsfragen auf dem interdisziplinärem Fachgebiet des Designmanagements.

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