Start-up – Designern gibt´s der Herr im Schlaf …?

Den Designern gibt´s der Herr im Schlaf – aber nur, wenn sie hellwach sind.

Start-up – Den Designern gibt´s der Herr im Schlaf, aber nur, wenn sie hellwach sind.

Designmanagement:  Schön wär´s ja, aber auf einen Extrakick von ganz oben für die Karriere sollte sich kein Kreativer verlassen. Sowohl künstlerische Klasse, als auch kaufmännisches Können müssen erarbeitet werden. Und idealerweise fängt das im Studium an, findet Prof. Dr. Ulrich Kern und hat sein Lehrkonzept auf doppelte Kompetenz-Entwicklung ausgerichtet: auf gestalterische Professionalität und unternehmerische Qualifikation.

Denn Kunst und Kommerz gehören in seinen Augen zusammen. Weder trägt die Kunst einen Heiligenschein, noch ist Kommerz ein Sündenpfuhl. Hier treffen nicht Antagonisten aufeinander, sondern Alliierte. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die prominenten Designer/innen in der Regel auch die Kreativen mit den besten Einkommen sind. Sie haben aus ihrem Berufsideal einen idealen Beruf gemacht. Und genau das sollte der studentische Nachwuchs im Design auch erwarten dürfen: Lernen, wie ein „auskömmliches Einkommen“ entsteht. Eigentlich ein Muss für jeden Design-Profi in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Schließlich ist diese durch einen hohen Anteil an Freiberuflern und Selbstständigen geprägt.

…und die HAWK-Studierenden wissen es zu schätzen, wenn man ihre Kompetenzen der Berufsbefähigung in einer virtuellen Unternehmensberatung trainiert.

Auszeichnung –  die HAWK-Studierenden wissen es zu schätzen, wenn man ihre Kompetenzen der Berufsbefähigung in einer virtuellen Unternehmensberatung trainiert.

Aktionsprogramm „IDEAS – Innovative Design: Engineering, Art, Science“
Wie sieht eine Lehre aus, die gestalterische Profis mit Unternehmergeist fördert? Konkrete Beispiele aus der Lehre bei Prof. Kern seit 2002: Da gab es ein Projekt „Sommerlang“ an der Hochschule Trier. Ein studentisches Team lernte, wie ein stationärer Vertrieb für Schmuck mit Ausstellung und Verkauf zu planen und zu realisieren ist. Das Konzept „Übungsfirma“ trainierte Akquisition und Angebot, Auftrag und Abrechnung eines typischen Design-Projekts. Weiter ging es mit einer studentischen Unternehmensberatung an der HAWK Hildesheim. Master-Studierende übten sich als Unternehmensberater und begleiteten die Fusion zweier Museen mit Analysen und Konzepten. Eine weitere Zusammenarbeit erfolgte mit der Wirtschaftsförderung Hildesheim. Bachelor-Studierende entwickelten das Aktionsprogramm „IDEAS – Innovative Design: Engineering, Art, Science“ mit konkret ausgearbeiteten Geschäftsideen. Und wie man einen Anbieter von regionalen Lebensmitteln zu einem wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer profiliert, demonstrierten rund 70 Studierende in einem konzertierten Projekt mit vier betreuenden Professoren. Merchandising hieß dann ein weiteres Thema: Für die Hildesheim Marketing GmbH entwickelten Studierende eine Merchandising-Kollektion Hildesheimer Souvenirs. Ein „Schmankerl“ am Rande: Die Öffentlichkeit konnte über ihren Favoriten für die Produktion abstimmen. An der FH Südwestfalen entstand ein weiteres Lernprojekt: Hier wurden für die geplante Konversion der Soester „Adam-Kaserne“ verschiedene Geschäftsmodelle mit Business Plan entwickelt. Ein Gründerzentrum der Kreativwirtschaft sollte entstehen, so der Plan der Wirtschaftsförderung Soest.

Erst die Theorie, dann das Training
So unterschiedlich das Berufstraining ist, das Lehrkonzept hat seine Konstanten. So erhalten die Studierenden immer eingangs einen umfassenden inhaltlichen und methodischen Input – erst die Theorie, dann das Training. Dabei werden sowohl die Spezifika der gestalterischen Aufgabe als auch des ökonomischen Kontexts vermittelt. Auf einer solcherart fundierten Wissensbasis starten die Studierenden ihren Lern- und Entwicklungsprozess. Ihre jeweiligen Fortschritte präsentieren und diskutieren sie in professionell vorbereiteten Arbeitsbesprechungen. Im ständigen Austausch mit Teamkollegen, Vertretern des „Kunden“ und dem Lehrenden entstehen Coaching-Effekte, Wissenszuwachs und Handlungskompetenz. Die individuellen Potenziale entfalten sich – im Entwurf und Management gleichzeitig. Kunst und Kommerz in konstruktiver Kooperation!

Download Presse „Designprojekt mit Zukunft“ _ U.J.S. 9-2002

Download Presse „Gestaltung braucht unternehmerische Kompetenz“ _ U.J.S 1-2003

Download Presse „Erste Schritte in die Welt der Designer“ _ Nahe-Zeitung 1-9-2003

Download Presse „Superzeichen trifft Matheformel“ _ Hildesheimer Allgemeine Zeitung 7-2-2009

Download Presse „Wenn aus Spiel Ernst wird“ _ Hildesheimer Allgemeine Zeitung 14-8-2009

Download Presse „Studenten entwickeln Werbe-Ideen für Region“ _ Leine-Deister-Zeitung 15-2-2010

Download Presse „Hildesheim auf dem Frühstückstisch“ _ Hildesheimer Allgemeine Zeitung 13-11-2010

Download Business Plan für ein Start-up-Unternehmen als Teil eines kreativen Gründerzentrums _ Leistungsdokumentation SS 2012 _ FH Südwestfalen