Design-Marketing – Generierung des Neuen

 

Marketing der Sinne - Risiko versus Routine? Vortrag an der Fachhochschule Salzburg, 2005

Marketing der Sinne – Risiko versus Routine? Vortrag an der Fachhochschule Salzburg, 2005

Vortrag: Das Alphabet der „un-toten“ Marken auf dem Heldenfriedhof der Wirtschaftsgeschichte beginnt mit Agfa und endet mit Zeppelin. Dazwischen liegen Erinnerungen an Borgward, Grundig, Telefunken oder auch an die Swiss-Air. Alle waren sie in ihrer Zeit sehr erfolgreich. Aber: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Geht es auch anders, fragte sich Prof. Dr. Ulrich Kern bei seinem Vortrag „Marketing der Sinne“ an der Fachhochschule Salzburg 2005.

Design-Marketing für die agiplan AG - der europaweite Anbieter von Beratung- und Planungsleistungen bekam einen neuen Marktauftritt such Instrumente der Kommunikation, des Design und der Architektur.

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„Marketing der Sinne“ als Primat einer permanenten Unternehmensentwicklung
Unstrittig ist, dass das klassische Marketing seine Meriten erworben hat – Produkte wurden nicht mehr „verteilt“, sondern verkauft. Der Kunde war nicht mehr notwendiges Übel, sondern stand im Mittelpunkt des unternehmerischen Beziehungsgeflechts. Für diesen Mentalitätswandel im Management ist das Marketing verantwortlich. Glückwunsch! Aber reicht das noch? Das aktuelle Marken-Alphabet fängt immer noch bei A an und hört bei Z auf – aber die heutigen Heroen heißen Apple und Zalando oder Alibaba und Zara. Und für deren Marketing-Verständnis bilden die 4 Policies (Product, Price, Place and Promotion) längst nicht mehr das Zentrum ihres Konzepts der Wettbewerbsfähigkeit. Vielmehr sind die Treiber der Wertschöpfungs-Methoden (WM) die Kreativität ihrer Mitarbeiter, der Wille zur Innovation und das Bedürfnis nach Kommunikation. Die 4 P´s sind in den Unternehmen längst zur Routine geworden, erbringen aber nicht mehr die notwendigen dynamischen Impulse der Erneuerung von Unternehmen. So die leicht provokante These des Vortrags, der ein „Marketing der Sinne“ als Primat einer permanenten Unternehmensentwicklung postuliert. Für den Referenten Kern ist diese Form der „WM-Qualifikation“ in der Spitze längst Realität, auch wenn das in der Breite so noch nicht überall angekommen ist. Auch wurde seiner Meinung nach der Monolog zum Markt abgelöst durch ein Design-Marketing des Dialogs – Open Innovation, Crowdsourcing oder Co-Creation werden künftig den Unternehmensalltag prägen. Natürlich ist ein solcher Paradigmenwechsel – von der Routine des Monologs zum Risiko des Dialogs – auch immer von Veränderungen der Unternehmenskultur geprägt. Die Asymmetrie des ursprünglichen Marketingkonzepts wird jetzt zunehmend durch ein auszubalancierendes Gleichgewicht der Kräfte „Wettbewerb“ und „Lebensqualität“ ersetzt – übrigens mit Design in einer dominanten Position. Und damit keiner auf der Verliererstraße landet, müssen die beteiligten Kräfte den dauerhaften Dialog führen. Denn so lassen sich neue Produkte für das Unternehmen legitimieren und sinnstiftenden Nutzen für den Kunden generieren. Sonst gilt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“

Download Textfassung „Neuer KIK für das Marketing“ 2005 _ Ulrich Kern

Download Vortragsfolien „Neuer KIK für das Marketing“ 2005 _ Ulrich Kern

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