Kooperation von Kreativen – viele Teams und ein Ziel

 

Hochschulmarketing – der neue „Elfenbeinturm“ ist ein Kommunikationstransmitter der den Dialog zwischen Innen- und Außenwelt ständig „befeuert“

Hochschulmarketing – der neue „Elfenbeinturm“ ist ein Kommunikationstransmitter der den Dialog zwischen Innen- und Außenwelt ständig „befeuert“

Forschendes Lehren und Lernen: Eigentlich wollte Hans Domizlaff Pilot werden, doch ein Flugzeugabsturz verhinderte seinen Traum. Stattdessen absolvierte er ein Kunststudium und als Soldat eine Ausbildung zum Luftbild-Fotografen. So konnte er immerhin – wenn schon nicht selbst fliegen – doch den Blick von oben gestalten und genießen. Vielleicht war es ja die Gemengelage der Erfahrungen der politischen Propaganda und seiner „Vogelperspektive“ aus den Wolken, dass er 1939 in seinem Buch „Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens“ die Grundlagen für die moderne Markentechnik legte. Bis heute beziehen sich alle, die ihre Produkte und Organisationen profilieren wollen, auf seine Pionierleistungen des Brandings und Marketings. Von Aspirin bis Attac profitieren alle von seinem Denkmodell – auch Hochschulen.

Hochschulen sind längst keine Elfenbeintürme mehr – sie sind wichtiges Element in einem kreativ-kollaborierenden System unserer Gesellschaft

Hochschulen sind längst keine Elfenbeintürme mehr – sie sind wichtiges Element in einem kreativ-kollaborierenden System unserer Gesellschaft

Ende der etatistischen Denk- und Handlungsstrukturen
Als Folge der Ökonomisierung breiter Bereiche unserer Gesellschaft stellte sich eine Wettbewerbssituation ein, wie sie in der Wirtschaft seit jeher gang und gäbe ist. Auch Hochschulen, deren Funktionsmechanismen durch etatistische Denk- und Handlungsstrukturen generationenlang geprägt wurden, mussten sich diesen Paradigmenwechsel stellen. Und durch die demografische Entwicklung werden die Studienplätze auch nicht mehr nur verteilt. Hinzu kommt, dass durch die Bologna-Reform das Leben nicht einfacher geworden ist. Heute kann ein Studierwilliger in Deutschland aus 16.000 Studiengängen von 400 Hochschulen auswählen – Tendenz durch private Anbieter steigend! Hier ließen sich reichlich weitere Merkmale aufzählen, die die deutlich gestiegene Komplexität veranschaulichen würden. Die Präsidenten und Rektoren der Hochschulen sind um ihren Job nicht nur zu beneiden! Gilt es doch aus Zentripetalkräften (nach innen gerichtete Aufmerksamkeit) der Hochschule deutlich wirksame Zentrifugalkräfte (nach außen gerichtete Kommunikation) zu formen.

Das Akronym für erfolgreiches Hochschulmarketing – es startet mit einer nachhaltigen Aufmerksamkeitskampagne für einen hohen Bekanntheitsgrad, der führt zum Brandingeffekt und schafft dann den notwendigen Akquisitionserfolg bei der Zielgruppe.

Das Akronym für erfolgreiches Hochschulmarketing – es startet mit einer nachhaltigen Aufmerksamkeitskampagne für einen hohen Bekanntheitsgrad, der führt zum Brandingeffekt und schafft dann den notwendigen Akquisitionserfolg bei der Zielgruppe.

„Widersprüche“ können nur in kreativ-kollaborierenden Systemen aufgelöst werden
Nicht mehr nur um das Rumoren „Im Bauch der Organisation“ (Charles Handy) kümmern, sondern um den systemisch gewollten Austausch zwischen der Außenwelt und den Hochschulen. So soll das Studium die Berufsbefähigung vermitteln, aber so, dass selbst mäandernde Berufsbiografien darauf aufbauen können. Derartige „Widersprüche“ können nur in kreativ-kollaborierenden Systemen aufgelöst werden, die von den partizipierenden Anspruchsgruppen gemeinsam getragen werden. Das kann eine Marketingstrategie mit einem professionellen Management leisten. Das ist das Eingangsszenario der Vorlesung „Marketing“ von Prof. Dr. Ulrich Kern, der hier den Fokus auf Hochschulmarketing legte. Die Studierenden erhielten von ihm in den Vorlesungen den fachlichen Input, um in Teams verschiedene Marketingprojekte zu erarbeiten. Als Lernstruktur orientierten sich die Studierenden am ABBA-Konzept, in dessen Rahmen sie ein Maßnahmenprogramm entwickelten, das einer quantifizierten Zielvorstellung (Erhöhung der Bewerberzahlen in einem definierten Zeitraum) folgte.

Es ging um die Bedeutung der eigenen Hochschule
Eingebunden in den curricularen Ansatz des

Jedes Marketingkonzept braucht ein qualitatives Projektmanagement – neben den technisch-organisatorischen Parametern braucht es nachrichtenwerte Inhalte und nachvollziehbaren Zielgruppen-Nutzen

Jedes Marketingkonzept braucht ein qualitatives Projektmanagement – neben den technisch-organisatorischen Parametern braucht es nachrichtenwerte Inhalte und nachvollziehbaren Zielgruppen-Nutzen

„Forschenden Lernens“ wurden die Projektteams von einem studentischen Managementteam gesteuert. Dieses sollte nicht nur den organisatorischen Rahmen bilden, sondern auch das Controlling der Maßnahmen übernehmen. Die Studierenden merkten sehr schnell, dass hier nicht nur ein „Leistungsnachweis“ zu erbringen war, sondern, dass es um die Bedeutung ihrer eigenen Hochschule ging. Und das sorgte für eine hohe Identifikation mit dem Thema. Da die Teams unterschiedliche Aufgabenstellungen in ihren Projekten bearbeiteten, musste das Managementteam auch die Qualitätssicherung übernehmen. Festgemacht wurde das an den Kriterien der Korrespondenzqualität zur Beurteilung der Einzelmaßnahmen. In der Interpretation des Erfüllungsgrades gab es auch Krisen – wie im richtigen Leben! Aber alle Studierenden des Sg Design- und Projektmanagement hatten ja vorher das Modul „Konfliktmanagement“ erfolgreich absolviert…

Zu einem der wichtigsten Medien für das Hochschulmarketing ist der eigene Internetauftritt – nur wer hier kontinuierlich und kreativ über sein „Produkt“ berichtet schafft Interesse und Bedeutung

Eines der wichtigsten Medien für das Hochschulmarketing ist der eigene Internetauftritt – nur wer hier kontinuierlich und kreativ über sein „Produkt“ berichtet schafft Interesse und Bedeutung

Verstärkte Berichterstattung über die Inhalte und Ergebnisse der einzelnen Module
Nicht wirklich überraschend war auch die Bedeutung der Website für die Wahl von Studiengang und -ort durch die Studierwilligen. Da die studentischen Teams ja alle einmal in dieser Situation waren, analysierten sie rückblickend die Verbesserungspotenziale der Website. Ein Teil der Anregungen aus dem entsprechenden Projekt floss anschließend in das Redaktionskonzept ein. Einer der Verbesserungsvorschläge bezog sich auf verstärkte Berichterstattung über die Inhalte und Ergebnisse der einzelnen Module, die den Studiengang attraktiv für die Zielgruppe machen. Und auch hier gilt, dass der Prozess kontinuierlich weiter zu laufen hat. Schauen wir mal – aus der Vogelperspektive!

Download Briefing 1 „Entwicklung von Projektkonzepten mit Maßnahmenprogramm für eine Marketingstrategie der FH Südwestfalen, Campus Soest“ _ Ulrich Kern

Download Briefing 2 „Entwicklung von Projektkonzepten mit Maßnahmenprogramm für eine Marketingstrategie der FH Südwestfalen, Campus Soest“ _ Ulrich Kern

Link Website „Theoriemodell plus Handlungskompetenz“ _ FH Südwestfalen

Link: Website „Drei Videos stellen dpm-Studiengang vor“ _ FH Südwestfalen

Link: Website „Kreativität mit Strategie? Was soll das bringen?“ _ FH Südwestfalen

Link: Website „Bock auf Evolution? Studierende entwerfen Kampagne“ _ HAWK Hildesheim

Link: Website „Marketing für neu gegründete Bildungseinrichtung“ _ Petra Kern

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