Expertise – Denkmodelle und „Denkwerkzeuge“ für künftige Kreative

 

Lehren als permanent neu zu organisierende „Durchreise durch das Land des Wissens“

Hochschuldidaktik – Lehren als permanent neu zu organisierende „Reise durch das Land des Wissens“

Forschendes Lehren und Lernen: Man kann sagen, dass er seinen Job von der Pike auf gelernt hat. Der deutsche Jurist und Wissenschaftspolitiker George Turner war Professor an der TU Clausthal, Präsident der Universität Hohenheim und der Westdeutschen Rektorenkonferenz sowie Senator für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin. Er kennt das akademische wie das politische Geschäft des Wissenschaftsbetriebs gleichermaßen. Und so kommt man schon ins Grübeln, wenn er in seinem Handelsblatt-Kommentar vom 14.11.2014 „die Zukunft der Universität zwischen Exzellenzeinrichtung und Berufsschule“ sieht. Für ihn ist das die Konsequenz eines fehlgeleiteten politischen Reformeifers. Mit ein Grund für seine extreme und polarisierende Auffassung ist die inzwischen hohe Zahl der Anbieter im tertiären Bildungssektor, deren Angebot immer unübersichtlicher wird. Grund genug für die Hochschulen, sich nach Profilierungsmöglichkeiten umzuschauen…

Denkmodelle – helfen den methodischen Prozess der Problemdurchdringung und Lösungssuche zu strukturieren. Die grafisch visualisierten „Denkwerkzeuge“ zielen darauf, modellhaft die komplexen Prozesse des Lernens und Forschens zu verdeutlichen und das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten zu unterstützen.

Denkmodelle – helfen den methodischen Prozess der Problemdurchdringung und Lösungssuche zu strukturieren. Die grafisch visualisierten „Denkwerkzeuge“ zielen darauf, modellhaft die komplexen Prozesse des Lernens und Forschens zu verdeutlichen und das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten zu unterstützen.

Gestaltung der Produkte und Management der Prozesse
Neben den üblichen Werbekampagnen („Studieren in Fernost“) bieten vor allem neue Lehr- und Lernkonzepte das Potenzial zur Außendarstellung. Nicht umsonst ist beispielsweise das Onlinelernen – Massive Open Online Course (MOOC) genannt – in aller Munde. Eine andere Option ist der curricular zu verankernde Ansatz des „Forschenden Lernens“, der allerdings (vorerst) nur im Präsenzstudium zu praktizieren ist. Hier werden die Studierenden mit Themen und Aufgaben konfrontiert, die grundsätzlich nicht nur einen richtigen Problemlösungsprozess mit Ergebnis beinhalten. Und wo auch schon im ersten Semester die Kreativität und Handlungskompetenz trainiert wird. Das stellt besondere Anforderungen an den Lehrenden, denn hier hat sein „Relevant Set“ an Wissen immer wieder Inventur. Besonders gut geeignet ist der Ansatz des „Forschenden Lernens“ in Studiengängen, deren Berufsbefähigung in einer Praxis stattfindet, die von einer hohen Dynamik getragen wird. Überall da, wo es unscharfe Problem- und Aufgabenstellungen gibt, wo Wissensmanagement nur rudimentär oder gar nicht vorhanden ist. Hierzu gehören alle Gestaltungsdisziplinen (z. B. Design) und alle Strategiefakultäten (z. B. Marketing), aber auch neue Querschnittsdomänen (z. B. Nachhaltigkeit), bei denen das Methodeninstrumentarium und die Vernetzungskompetenz hoch im Kurs stehen. Petra Kern und Prof. Dr. Ulrich Kern haben in einem Exposé ihre theoretische und praktische Expertise zum Thema „Forschendes Lernen“ formuliert. Der Fokus liegt hier auf der Designlehre, die sowohl von der Gestaltung der Produkte als auch vom Management der Prozesse durchzogen ist. Neben den Erfahrungen an den „klassischen“ Gestaltungsfakultäten kommen hier auch die Erkenntnisse aus neuen Curricula für duale Studiengänge zur Diskussion.

„Reise durch das Land des Wissens“
Das Exposé gliedert sich in die Aspekte „Von der Reproduktion zur Kreation“, „Denkwerkzeuge“, „Vom hermeneutischen Verstehen und heuristisches Entdecken“, „Vom isolierten Lernstoff zum integrativen Handlungswissen“ und zum Abschluss Anmerkungen zum „Lehrethos“. Und so wird auch nicht der Anspruch auf akademische Vollständigkeit und Endgültigkeit des Konzeptes gelegt, sondern Lehren als permanent neu zu organisierende „Reise durch das Land des Wissens“ verstanden. Es gilt immer wieder zur Entdeckung neuer Erkenntnisse anzuregen – und das ist sicherlich ureigene Domäne von Hochschulen (Vgl. auch Vorlesungsskripte Designwissenschaften „Einsatz der Eyetracking-Methode in einem (fiktiven) F&E-Vorhaben der Konsumgüterbranche…“).

Download Expertise „Anwendung des Konzepts des Forschenden Lernens in der Design-Lehre“ _ Ulrich Kern _ Petra Kern

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