Designlehre – Anleitung zum Bessermachen 


Designplanung - Die erfolgreiche Produktentwicklung verbindet im Projekt immer die internen Potenziale mit den externen Chancen. Ziel des 10-Phasen-Programms ist der effiziente Umgang mit der schöpferischen Zeit und das Training einer holistischen Betrachtungsweise.

Designplanung – Die erfolgreiche Produktentwicklung verbindet im Projekt immer die internen Potenziale mit den externen Chancen. Ziel des 10-Phasen-Programms ist der effiziente Umgang mit der schöpferischen Zeit und das Training einer holistischen Betrachtungsweise.

Projektmanagement: Die digitale Pflegedokumentation in der Kitteltasche als Ausdruck gesellschaftlicher Relevanz, in sieben Wochen zu einem umweltfreundlichen Autodesign, die Ökobilanz eines Stuhls im Rahmen der Umweltdiagnose und das Designkonzept für ein Exoskelett aus kostengünstigem Aluminium – alles Beispiele von Studienprojekten, die die Bedeutung systematischen Arbeitens im Design unterstreichen. Der Reader „Design-Planung – Einsatz des prozessabbildenden 10-Phasen-Programms für innovatives Produktdesign“ im Rahmen der Veranstaltung „Designmanagement-Projekt 1″ (Prof. Dr. Ulrich Kern, FH Südwestfalen) soll für die Studierenden des zweiten Semesters im Sg „Design- und Projektmanagement“ eine Hilfestellung in ihrer Projektarbeit sein. Das Programm ist ein Angebot, verstanden als „Anleitung zum Bessermachen. Es versteht sich als „Leitplanken”, um möglichst effizient und effektiv eine Struktur in komplexe Projekte zu bringen. Die zehn Phasen stellen die inhaltlich-qualifizierende Seite des Projektmanagements dar – nicht die methodisch-organisierende Seite. Es geht darum, die Fülle der Einflussfaktoren und Wechselwirkungen in Projekten sinnvoll zu strukturieren und zu analysieren. Komplexität wird so beherrschbar und der eigene kreative Leistungsprozess methodisch transparent. Entstanden ist das 10-Phasen-Programm aus der eigenen Beobachtung von Theorie und Praxis des Designmanagements. Die Komplexität der Praxis wächst, damit auch die Unübersichtlichkeit in Projekten. Strukturierungsangebote der Theorie fehlen oder sind nicht operationalisierbar. Das 10-Phasen-Programm ist eine Vorgehensweise, die diese Lücke füllen soll. Im Reader wird jede Projektphase ausführlich erläutert und durch Projekte von Studierenden an Design-Hochschulen verdeutlicht. Ziel des Programms ist die Internalisierung des systemischen Arbeitens.

Produktanalyse – die designrelevante Problembeschreibung liefert durch die Analyse auch die ersten Ansätze des offensichtlichen Potenzials für die Produktinnovationen

Produktanalyse – die designrelevante Problembeschreibung liefert durch die Analyse auch die ersten Ansätze des offensichtlichen Potenzials für die Produktinnovationen

Viel (differenziertes) Design für viele (unterschiedliche) Menschen
Im Designmanagement gilt grundsätzlich, dass man es mit viel (differenziertem) Design für viele (unterschiedliche) Menschen zu tun haben. Dies hat seinen Hintergrund in der Tatsache, dass Design unterschiedliche Funktionen auch unterschiedlich gut erfüllt. So gibt es z.B. technisch orientiertes Design, dessen (sinnliche) Ästhetik der (technischen) Funktionalität nachgeordnet ist (z.B. Investitionsgüter). Genauso gibt es Design für Gebrauchsprodukte (z.B. Haushalt), die sich wesentlich durch ihre ästhetische Positionierung unterscheiden. Und es gibt Massenprodukte (z.B. Elektronik), deren Gestaltung integraler Teil ihrer Usability darstellt. In der Phase 2 „Designrelevante Problembeschreibung“ stellt das Designmanagement schnell fest, wo die offensichtlichen Mängel des bisherigen Produkts stecken. Hier werden die ersten Potenziale für neue Lösungsansätze benannt. Diese finden sich z.B. in technologischen Trends. Das Designmanagement eruiert, ob neue Materialien Potenzial für innovative Entwicklungen bieten. Oder es wird die Bedeutung der Gestaltung für Kosten, Kundenbindung und Produktbotschaft analysiert. Für eine schnelle Strukturierung der zu bearbeitenden Probleme bietet das 10-Phasen-Programm die Unterscheidungskategorien Ästhetik, Technologie, Ökonomie und Soziales an. Aber auch das lässt sich ändern, ergänzen, verbessern…

Download Reader „Design-Planung – Einsatz des prozessbildenden 10-Phasen-Programms für innovatives Produktdesign“ _ Mai 2017 _ Ulrich Kern