Die KIK-Erfolgsfaktoren – Design im Managementsystem

 

Design – Im erweiterten Verständnis von Design geht es um die Zusammenarbeit, d.h. um den Synergieprozess verschiedener (innovativer) Wissenschaftsdisziplinen, die je nach Konstellation für neue technische Systeme, für Gebrauchsgüter oder Konsumprodukte verantwortlich sind.

Design – Im erweiterten Verständnis von Design geht es um die Zusammenarbeit, d.h. um den Synergieprozess verschiedener (innovativer) Wissenschaftsdisziplinen, die je nach Konstellation für neue technische Systeme, für Gebrauchsgüter oder Konsumprodukte verantwortlich sind.

Management: Führungskonzepte für Unternehmen sind immer ein Spiegel ihrer Zeit. Was sich aber im Nachhinein nach folgerichtiger Chronologie anhört, erscheint in der Gegenwart oft verworren und widersprüchlich. Umso wichtiger ist es, Indikatoren für einen Umbruch frühzeitig zu erspüren und die strukturellen Grundmuster zu ergründen. Und gerade der studentische Managementnachwuchs ist für die Anforderungen der „neuen“ Wirtschaft zu sensibilisieren, wenn sie morgen – am Anfang ihrer Karriere – nicht gleich schon „von gestern“ sein sollen. In der Veranstaltung „Management“ bei Prof. Dr. Ulrich Kern (FH Südwestfalen) geht es daher für angehende Design-und Projektmanager/innen um die Frage, welche Merkmale künftige Führungskonzepte konstituieren und welche Rolle Design dabei übernimmt. Erstaunliches kommt zutage, konfrontiert man die Anforderungen früherer Führungskonzepte mit aktuellen Entwicklungen. Ging es früher um die dauerhafte „Statik“ des Unternehmens, ist es heute die Dynamik, die zählt – die flexible Geschwindigkeit, mit der Unternehmen sich neu erfinden. Eine solche Dynamik entsteht aber nur, wenn Veränderungstreiber bewusst zugelassen und in ihrer Wirkung gesteuert werden. Dazu gehören – so der Ansatz, den Prof. Kern bereits in seiner Dissertation in 1999 vorstellte –, Kreativität, Innovation und Kommunikation. Als designbasierte Kräfte bringen sie die Beziehungsmuster von Unternehmen, Markt und Produkt in produktive Bewegung. Sie begründen ein zukunftssicheres Geschäftsmodell, entzünden eine Vision als gemeinsames Leitbild und generieren Wertschöpfung als ökonomische Legitimation.

Führungskonzept - Es geht um eine ganzheitliche Sicht auf dynamisierte Unternehmen und um Unternehmensentwicklung als gesteuerten Prozess. Die Wirkung der KIK-Faktoren auf die Naht-stellen von Unternehmen, Produkt und Markt ist grundsätzlicher Art.

Führungskonzept – Es geht um eine ganzheitliche Sicht auf dynamisierte Unternehmen und um Unternehmensentwicklung als gesteuerten Prozess. Die Wirkung der KIK-Faktoren auf die Naht-stellen von Unternehmen, Produkt und Markt ist grundsätzlicher Art.

Von kühnen Prognosen zu plausiblen Lesarten der Realität
Was Ende der 1990er Jahre noch wie eine kühne Prognose erschien, erweist sich heute als plausible Interpretation der Realität aus fachwissenschaftlicher Sicht. Etwa wenn der amerikanische Ökonom Richard Florida große Resonanz erfährt für seine These von dem Aufstieg der „kreativen Klasse“ und ihrer Transformationswirkung für Arbeit, Ökonomie und Alltag. Oder wenn Ökonomen für Standorte einen Innovationsindex aus den drei T’s Floridas – Talente, Technologie und Toleranz – errechnen. Genauso wenn Design Thinking als übergreifende Innovationsmethode immer mehr Einsatzgebiete gewinnt. Zugrunde zu legen ist Führungskonzepten unternehmerischer Orientierung ein erweitertes Verständnis von Design als genereller Problemlösungsmethodik. Ebenso sind die KIK-Faktoren – Kreativität, Innovation und Kommunikation – nicht mehr wie in früheren Zeiten als punktuelle, temporäre oder isolierte Faktoren einzuordnen. Ihre wechselseitige Vernetzung ist für Unternehmen auf allen Ebenen, zu jeder Zeit und nach innen wie nach außen gefordert. Künftige Führungskonzepte werden damit sicherlich anspruchsvoll und komplex, sie werden vernetzt und dynamisch. Und natürlich werden auch immer „Gaps“ – so genannte Lücken – zwischen den wissenschaftlichen Modellen und den praktischen Erfahrungen auftreten. Aber nur die strukturierte Beschäftigung mit der Zukunft bereitet auf ihre Bewältigung vor. Nicht einfach als reflexhafte Reaktion, sondern als fundierte Reflexion der Veränderungen und der damit verbundenen Wertsetzungen. Eine wissenschaftliche Abstraktion wie das KIK-Modell thematisiert daher mit seinen Implikationen für Geschäftsmodell, Vision und Wertschöpfung den zentralen Legitimationsbedarf von Unternehmen. Lassen sich diese Fragen im Konsens mit ökonomischen, gesellschaftlichen und ethischen Werten beantworten, werden sich Unternehmen neu erfinden. Ansonsten sind sie obsolet.

Download Reader „Design als Management-Modell – Die KIK-Erfolgsfaktoren für unternehmerische Führung und Entwicklung“ Juni 2017 _ Ulrich Kern

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