Präsentation – die Kunst der Kommunikation


 

Schlüsselkompetenzen - Präsentationen sind Knotenpunkte, in denen Entscheidungen von stra-tegischer Bedeutung getroffen werden. Falsch oder richtig liegt auch in der Verantwortung dieses Moments von Kompetenz.

Schlüsselkompetenzen – Präsentationen sind Knotenpunkte, in denen Entscheidungen von strategischer Bedeutung getroffen werden. Falsch oder richtig liegt auch in der Verantwortung dieses Moments von persönlicher Kompetenz.

Projektmanagement: Präsentationen sind häufig Knotenpunkte komplexer Projekte. Top oder Flop? Entscheidungen zur Realisierung oder Annulierung eines Vorhabens können von der Argumentationsqualität der Präsentation und von der Überzeugungskraft des Vortragenden abhängen. Und damit stehen die Vorarbeiten und die Ambitionen von vielen Beteiligten unter Umständen auf dem Spiel. Grund genug für Studierende sich so früh wie möglich diese Form der Kommunikationskompetenz anzueignen. In den Modulen von Prof. Dr. Ulrich Kern sind Studierende in jedem Semester gefordert, ihre Präsentationskompetenz zu trainieren. Mit dem Skript „Erfolgsfaktor Präsentation – Instrument der Information, Entscheidungsvorbereitung und Projektbilanz“ haben sie eine Orientierung zur Hand, wie Präsentationen auf inhaltlicher, medialer und personaler Ebene vorzubereiten sind. Denn den Studierenden soll es nicht so ergehen, wie es noch in jüngster Vergangenheit in etlichen Unternehmen (schlechte) Praxis war.

Wie Präsentationen garantiert misslingen: statt „burn-in“ ein „bore-out“
Ein (fiktives) Unternehmen will mit einem innovativen Change Management-Projekt seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern. Und damit es gleich auf möglichst breite Zustimmung trifft, sollen alle Führungskräfte in einem Workshop auf die gemeinsamen Ziele eingeschworen werden. Und was passiert? Statt flammendes Burn-in findet ein plätscherndes Bore-out bei allen Beteiligten statt. Wer kennt das nicht? Der Beamer findet den Monitor des Laptops nicht und der Vortragende nicht die Einstellung zur Umstellung. Schon die Agenda arbeitet mit Begriffen aus der Bürokratensprache. Eine Visualisierung der Inhalte findet gar nicht statt oder mit infantil-lustigen Bildchen aus dem Internet, die der Bedeutung des Themas nicht annähernd gerecht werden. Und der Vortragende versprüht den Charme eines Postbeamten der ganz alten Schule… und so weiter!

Dramaturgie - Wenn die Strukturierung der Inhalte feststeht, sind die Mittel der Spannungser-zeugung zu planen. Die einzelnen Phasen erzeugen so einen Spannungsboden, der in der Mitte seinen Höhepunkt erreicht – wenn Lösung und Ergebnis präsentiert werden.

Dramaturgie – Wenn die Strukturierung der Inhalte feststeht, sind die Mittel der Spannungserzeugung zu planen. Die einzelnen Phasen erzeugen so einen Spannungsboden, der in der Mitte seinen Höhepunkt erreicht – wenn Lösung und Ergebnis präsentiert werden.

Das Studium „Design- und Projektmanagement“ der FH Südwestfalen besteht aus interdisziplinären Lerninhalten – aus Gestaltung, Engineering und Wirtschaft. Diese Vernetzung der Lehrinhalte bereitet die Studierenden darauf vor, in ihrem späteren Beruf an der Schnittstelle verschiedener Fachgebiete zu arbeiten. Da der Studiengang für querschnittliche Aufgaben qualifiziert, ist die Bedeutung der übergreifenden Kompetenzen besonders hoch. Schlüsselqualifikationen sind solche, die über fachwissenschaftliche Lerninhalte hinausgehen und immer erforderlich sind, sobald man mit anderen zusammenwirkt. Da Team- und Projektarbeit in nahezu allen Berufsfeldern praktiziert wird, sind Schlüsselqualifikationen wichtige Voraussetzung für effiziente Leistungen und stimmige Ergebnisse. Dazu zählen z.B. Komplexitätswissen, Teamgeist, Konfliktfähigkeit, Fehlerkultur und Kommunikationskompetenz – genauso Präsentationskompetenz. Diese ist ein wichtiger Teil der Sozial- / Kommunikationskompetenz.

Innovative Vorhaben brauchen starke Persönlichkeiten an den Schaltstellen
Die Studierenden im „Design- und Projektmanagement“ sind die künftigen Führungskräfte, die gerade in kreativen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen auch Einstellungsänderungen bei den Beteiligten zu managen haben. Und als Projektleiter oder Koordinatoren werden sie immer wieder für Teams und ihre Arbeitsergebnisse mit Präsentationen zu werben haben. Das Ziel: begeisterte Zuhörer und Akzeptanz der Projektergebnisse.

Kommunikationsfähigkeit ist „Rückversicherung“ für erfolgreiche Projekte
Insofern soll das Training professioneller Präsentation darauf vorbereiten, innovative Prozesse und Projekte zum Erfolg zu führen. Dabei sind die Adressaten (z.B. das Auditorium, die Kunden und Auftraggeber) als Menschen anzusprechen. Das klingt banal, heißt aber, sich nicht hinter einer technokratischen Argumentation zu verstecken. Vielmehr ist die Überzeugungskraft rational ausgearbeiteter Argumente durch emotionale Bildhaftigkeit zu verstärken, z.B. durch Imagination der Vorteile und Nutzen des angestrebten Szenarios. Gerade bei komplexen Aufgaben mit unscharfen Zielvorstellungen ist die Unsicherheit aller Verantwortlichen besonders groß. Diese lässt sich durch sogenannte faktenorientierte Begründungen in der Projektentwicklung nie gänzlich ausräumen. Hier wird dann die Persönlichkeit des Managers neben seiner Kommunikationsfähigkeit die „Rückversicherung“ für erfolgreiche Projekte.

Download Reader „Erfolgsfaktor Präsentation – Instrument der Information, Entscheidungsvorbereitung und Projektbilanz“ _ Ulrich Kern

Download Presse „Originale gibts erst später“ _Nahe-Zeitung 1-2-2000 _ FH Trier

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