6 Topics – Was Manager/innen über Design wissen sollten

 

6 Topics, abgeleitet aus dem Initialwort DESIGN, beschreiben die Welt des Designs: als eine innovierende Kultur der kollektiven Kreativität, der kommunikativen Kooperation und des disruptiven Denkens. Manager/innen sollten die Initialkraft des Designs kennen, sie wollen und zu nutzen verstehen.

6 Topics, abgeleitet aus dem Initialwort DESIGN, beschreiben die Welt des Designs: als eine innovierende Kultur der kollektiven Kreativität, der kommunikativen Kooperation und des disruptiven Denkens. Manager/innen sollten die Initialkraft des Designs kennen, sie wollen und zu nutzen verstehen.

Designmanagement: Kaum ein Begriff irrlichtert so sehr wie Design. Mal ist es das vergängliche Modeprodukt, mal der langlebige Klassiker; dann ist es Synonym für innovative Ideen, ein andermal für kapriziöse Kunst. Eine solche heterogene Mischung offeriert z.B. der tägliche Google Alert für das Stichwort Design. Ein klares Bild vom Wesen des Designs zu gewinnen, fällt schwer. Gerade Manager/innen brauchen ein solches Bild, wenn sie im Unternehmen über sinnvolle Wertschöpfung zu entscheiden haben. Während aber die explodierende Vielfalt des Designs in der täglichen Praxis verwirrt, sind Lehrbücher oft zu abstrakt, um den Funken der Begeisterung überspringen zu lassen. Ja, richtig gelesen, von Begeisterung ist hier die Rede. Wir – Ulrich Kern und Petra Kern – sehen Design nicht als den x-sten Faktor auf einer nüchternen To-do-Liste, sondern als Initialkraft für Veränderung, Erneuerung und Zukunftsfähigkeit in Unternehmen. Nun ist es raus! Wenn Sie sich immer noch für Design interessieren, lesen Sie bitte weiter. Wenn nicht, tschüss!

Design ist mehr als schmalspurig verstandene Gestaltung. Design in Unternehmen bietet eine Fülle an Ansatzpunkten für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, angefangen bei einer persönlichen Ansprache des Kunden über die erfolgreiche Positionierung in der Wirtschaft bis zu einer leidenschaftlichen Professionalität der Designer/innen selbst.

Design ist mehr als schmalspurig verstandene Gestaltung. Design in Unternehmen bietet eine Fülle an Ansatzpunkten für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, angefangen bei einer persönlichen Ansprache des Kunden über die erfolgreiche Positionierung in der Wirtschaft bis zu einer leidenschaftlichen Professionalität der Designer/innen selbst.

Design: Von D wie Dynamik bis N wie Networking
A propos Initial: Versteht man Design als Initialwort DESIGN, dann lässt es sich mit seinen Tugenden durchbuchstabieren, im Folgenden auch Topics benannt. Es entsteht so ein Einblick in die oft noch ungenutzten Potenziale des Designs. Geboten wird sehr viel mehr als schmalspurig verstandene Gestaltung. Design bietet eine Fülle an Ansatzpunkten für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, angefangen bei einer persönlichen Ansprache des Kunden über die erfolgreiche Positionierung in der Wirtschaft bis zu einer leidenschaftlichen Professionalität der Designer/innen selbst.

  1. Top: Dynamik – Transformation von Kreativität in Innovation
    Produkte werden in immer kürzeren Zyklen entwickelt, auf den Markt gebracht und ersetzt, Moden kommen und gehen immer schneller. In dieser „hitzigen“ Form vom Marktwirtschaft wird die Fähigkeit, aus zielführender Kreativität treffsichere Innovationen für Kunden zu generieren, immer bedeutsamer. Design schafft neue Produkte für neue ästhetische Erlebnisse, verändert das Angebot und bringt Wettbewerber in Zugzwang.
  1. Top: Emotion – Kalkül von Reiz und Reaktion
    Gestaltung spricht an oder stößt ab, öffnet Gefühlswelten, beeinflusst Verhalten, polarisiert. Der „Homo oeconomicus“ ist längst Geschichte und abgelöst durch ein Modell, das den Menschen nicht nur als denkende Rechenmaschine, sondern als soziales Wesen mit Gefühlen und Werten versteht. Design schafft Identifikation mit Marken und Unternehmen. Es ist zugleich Identifizierungsmedium für Menschen und ihre Persönlichkeiten.
  1. Top: Schönheit – Navigation durch das Chaos der Komplexität
    Design generiert ästhetische Erlebnisse, stellt sich mit eigenen Gestaltungsprinzipien dem Wettbewerb und macht auf sich aufmerksam. In einer Welt, deren Unübersichtlichkeit und Gleichzeitigkeit immer chaotischer erscheint, wird Schönheit zum Ordnungsfaktor der artifiziellen Lebenswelt der Menschen. Formgebung ist kein Zufall, sondern Methodik. Design entwickelt Gestaltungsprinzipien als bewussten Prozess der Produktion und Rezeption von ästhetischen Qualitäten.
  1. Top: Imagination – der Zukunft eine Idee geben
    Design entwirft etwas noch nicht Vorhandenes, schafft durch Kreativität Neues, blickt in die Zukunft. In Bildern denken und mit Begriffen skizzieren, das Neue aus dem Bewährten entwickeln und damit die „Welt in Bewegung“ halten. Design ist offen für „Unmögliches“, entwirft mit Konjunktiven, gibt dem heute Unbekannten ein Gesicht und eine Form, stellt damit Visionen zur Diskussion und ermöglicht dadurch allen eine aktive Teilhabe an der Gestaltung.
  1. Top: Geschäft – Wertschöpfung und der Wert des Schöpfens
    Design schafft Werte, erbringt Leistungen für Unternehmen, die damit ihren Kunden ein werthaltiges Produkt anbieten und verkaufen. Design verdient Geld. Je wettbewerbsintensiver eine Branche ist, desto professioneller haben deren Marktteilnehmer zu agieren. Design schafft die „sophisticated icons“ für die führenden Unternehmen. Es ist wichtiger Teil von Marktprozessen, schafft attraktive Produkte für Kunden und erhöht Verkaufszahlen und verbessert Marktpositionen.
  1. Top: Networking – Kooperation braucht den visionären Querdenker
    Design ist immer auch Zusammenarbeit, mit Kunden, im Team mit Spezialisten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Jeder von ihnen ist wichtig für eine synchronisierte Zusammenarbeit. Es braucht aber immer auch „Störer“, die durch intelligente Ideen den Ehrgeiz aller zu Höchstleistungen treiben. Designer/innen mit dem postulierten Verständnis der „kreativen Zerstörung“ und eines „sprunghaften Fortschritts“ motivieren alle Beteiligten, auch mal die eigene Komfortzone zu verlassen und machen Mut, Risiken einzugehen. Design ist immer intelligenter Teil eines sozio-ökonomischen Ganzen und schafft neue Synergien im Verbund mit anderen Leistungsbereichen.

DESIGN – im Ganzen mehr als die Summe seiner Teile
Betrachtet man das Ganze der sechs Topics, dann hätten viele Manager/innen vermutlich am ehesten Design mit „Schönheit“ und „Geschäft“ gleichgesetzt. Aber weder das eine, noch das andere ist isoliert zu haben. Gut so, denn überlebensfähige Unternehmen werden in Zukunft gewiss mehr zu bieten haben als eine isolierte Ästhetik und rein monetäre Werte. In einem ausdrücklich positiven Sinn ist Design ein „trojanisches Pferd“, das hinter der offensichtlichen Fassade eine innovierende Kultur in das Unternehmen einschleust: eine Kultur der kollektiven Kreativität, der kommunikativen Kooperation und des disruptiven Denkens. In Zeiten der Transformation dürfte eines solche Innovationskultur für die meisten Unternehmen äußerst willkommen sein – als Manager/in sollte man aber diese Initialkraft des Designs kennen, sie wollen und zu nutzen verstehen.

Download Reader „Wirtschaftsfaktor Design – Eine (eigenwillige) Einführung anhand von sechs ´prominenten´ Begriffen“ _ Okt 2017

Download Reader „Interessens- und Anspruchsgruppen Design – Eine systemische Betrachtung aus Sicht des Designmanagements“ _ Nov 2017

Download Briefing „Content-Kommunikation – Mit Begriffen und Bildern zur Beschreibung der Bedeutung einer gestalterischen Disziplin“ _ Okt 2017

 

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