Vortrag – Demografie und Produktentwicklung

 

 

Demografie und Produktentwicklung - neue Nutzenangebote für eine kaufkräftige und konsumkritische Bevölkerungsgruppe als Herausforderung!

Demografie und Produktentwicklung – neue Nutzenangebote für eine kaufkräftige und konsumkritische Bevölkerungsgruppe als Herausforderung!

Designwissenschaften: Der Jüngste der Truppe zählte seinerzeit 68 Jahre. Charly, der Älteste, war 74 Jahre alt. Und Frontmann Mick ist Jahrgang 1943, also auch schon 72 Jahre. Diese „Senioren“ rockten rund eine halbe Million Menschen während ihres Konzerts 2016 auf Kuba. Die Rolling Stones, international erfolgreiche Rocker seit Anfang der 1960er Jahre, versprühten eine Energie und eine Lebenslust in ihrem Auftritt, an deren Feuer sich ganze Generationen von Kreativen „wärmen“ können. Zeit, das Vorurteil über „alte“ Menschen – bedürfnislos, schlapp und klapprig – einmal zu hinterfragen. In seinem Vortrag auf der pro-K Jahrestagung des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. wird Prof. Dr. Ulrich Kern eine neue Sicht auf Menschen jenseits der 60 vorstellen. Die Tagung findet am 27. und 28. Juni 2018 in Berlin statt.

Die Jahrestagung 2018 von pro-K mit spannenden Themen und interessanten Referenten zu aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft.

Die Jahrestagung 2018 von pro-K mit spannenden Themen und interessanten Referenten zu aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft.

Expedition zur Empathie
Ulrich Kerns Vortrag (Mitarbeit Petra Kern) zeigt die Entwicklung der Alterspyramide, um daraus das Programm „Einmal umlernen für alle“ anzustoßen. Die Zunahme der oberen Altersklasse wird begleitet von einem Redesign der Biografien. Was aber bedeutet das für die Produktentwicklung von Unternehmen? Es geht um kaufkräftige und konsumkritische Kunden und Kundinnen als komplexe Persönlichkeiten, die auch als solche wahrgenommen und angesprochen werden wollen. Der Vortrag stellt Denkmodelle für Design-Minded Manager/innen vor, die den Weg zur Zielgruppe als Mensch neu suchen. Eine Expedition in die Sphäre der Empathie. Nur über Einfühlungsvermögen lässt sich diese Bevölkerungsgruppe in ihrer Lebenssituation und ihren veränderten Werten verstehen. Gesichtsfalten und Fitnesstracker sind längst Normalität geworden. Hier manifestiert sich der Beginn einer kulturellen Umwertung. Was sich übrigens bei Rockkonzerten der „Alten Meister“ jedes Mal aufs Neue zeigt – hier hat fast schon eine „Übereignung“ auf die Jugend stattgefunden.

Wirtschaftlicher Aufschwung, berufliche Bildung und Digitalisierung der Wettbewerbsfähigkeit
Weitere Vorträge setzen sich mit aktuell und nachhaltig wirksamen Trends der Industrie- und Wirtschaftspolitik auseinander. Thomas Hüne vom Bundesverband der deutschen Industrie fragt sich, wie lange der Aufschwung der deutschen Wirtschaft noch anhält und was danach kommt. Moritz Lohe von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände spricht zur Entwicklung der beruflichen Bildung und ihrer Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg. Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) greift das Thema der Digitalisierung in den Unternehmen auf und warnt vor einem „analogen Museum“. Der Parlamentarische Abend mit der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, steht unter der Überschrift „Perspektiven der Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft“ und diskutiert die Herausforderungen einer ressourceneffizienten Wirtschaftsweise im Einklang mit dem Umweltschutz. Ist doch die Kunststoffverarbeitende Industrie mit einem Jahresumsatz von mehr als 63 Milliarden Euro und 323.000 Beschäftigten in über 2.900 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

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