Kreativität: 11 Theoreme + 8 Beispiele

 

Die Wissensgesellschaft gibt auch im Design den Takt vor. Nur auf Basis fundierten Wissens ist kreativ-gestalterisches Denken und Handeln möglich. Ansonsten droht die Gefahr, dass man nur um sich selbst kreist!

Die Wissensgesellschaft gibt auch im Design den Takt vor. Nur auf Basis fundierten Wissens ist kreativ-gestalterisches Denken und Handeln möglich. Ansonsten droht die Gefahr, dass man nur um sich selbst kreist!

Forschendes Lehren und Lernen: Wie komme ich (Ulrich Kern) dazu, Theoreme aus meiner Zeit als Hochschullehrer zu entwickeln? Nun, das hat mit den Erfahrungen zu tun, die ich im Laufe der Jahre an verschiedenen Hochschulen und in verschiedenen Funktionen sammeln durfte: Zunächst 1981 als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, dann in weiteren Lehraufträgen an insgesamt neun verschiedenen Hochschulen. Den ersten Ruf als Hochschulprofessor bekam ich zum SoSe 2002 an die Hochschule Trier. Nach sechs Jahren wechselte ich an die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim. Und meine „letzte akademische Ölung“ wird mich an der Fachhochschule Südwestfalen ereilen.

Zielsetzung des Forschenden Lehrens und Lernens ist die Profilentwicklung der jungen Persönlichkeit zwischen den Begrifflichkeiten von Professionalität und Berufsbefähigung – zwischen einer Sinnkompetenz mit authentischem Wertemaßstab und einer Imaginationsleistung für offene, unscharfe Zukunftsthemen.

Zielsetzung des Forschenden Lehrens und Lernens ist die Profilentwicklung der jungen Persönlichkeit zwischen den Begrifflichkeiten von Professionalität und Berufsbefähigung – zwischen einer Sinnkompetenz mit authentischem Wertemaßstab und einer Imaginationsleistung für offene, unscharfe Zukunftsthemen.

 

„Mach´ dein eigenes Ding!“
In dieser Zeit habe ich viele gute und auch sehr gute Kolleginnen und Kollegen in Lehre und Forschung kennengelernt. Als der „Neue“ in den Kollegien war mein Interesse immer, von den etablierten Kollegen zu lernen. Und ich unterstellte, dass gerade die langjährigen Hochschullehrer/innen über bewährte Konzepte verfügen. Aber jeder hat seinen eigenen „Stil“, und Übertragbarkeit ist nicht wirklich gegeben. Somit blieb mir nichts anderes übrig als „mein eigenes Ding“ zu machen. Mit dem Ziel, das (akademische) Wesen des Designs im allgemeinen und des Designmanagements im besonderen zu verstehen. Es war und es bleibt spannend!

Vier verschiedene Motiv- und Interessenslagen
Als Bilanz habe ich Theoreme meiner Hochschullehre entwickelt, die um die Themen Kreativität, Teamwork und Thinktanks kreisen. Sie sind geisteswissenschaftlich geprägt und gründen in vier unterschiedlichen Motiv- bzw. Interessenslagen. Da ist zum einen die Ideengeschichte des Gegenstands (Design respektive Designmanagement) und zum anderen die vage zu erahnende Zukunft, die sich aus Beobachtungen gesellschaftlicher Prozesse ableiten lässt. Der dritte Bereich sind die heterogenen Interessen und Fähigkeiten der Studierenden, die erst im Verlauf ihres Studiums allmählich lernen, ihre Kompetenzen zu verorten. Und nicht zuletzt sind die eigenen Erfahrungen des Lehrenden in dieser Domäne Grundlage, immer im Abgleich zu den strukturellen Veränderungen in Wirtschaft und Wissenschaft.

Viel Spaß beim Lesen!
Nachfolgend zu finden sind elf Theoreme, deren zentraler Inhalt in jeweils einer Grafik und einem kurzen Text zur Kreativität und ihrer Lehrorganisation zugespitzt ist. Ergänzend hinzu kommen acht Beispiele, die Ergebnisse meiner Arbeit mit Studierenden vorstellen. Es würde mich freuen, mit den Theoremen eine Diskussion anzuzetteln und künftige Lehrende zum „Weiterspinnen“ anzustiften“! Viel Spaß!!!

Download Reader „Visualisiertes Denken: 11 Theoreme + 8 Beispiele zu Kreativität, Teamwork und Thinktanks“ _ Juni 2019

 

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