Programmatisches für Designlehre: Wissenschaftliche Problemlösungssystematik

 

Lust und Frust als Humus für Gestaltungswillen

Kreativität ist universale Kraft und Basis der Leistungsfähigkeit von Designmanager/Innen jenseits fachlicher Differenzierungen. Als grundsätzliche Problemlösungskompetenz zeigt sich Kreativität im Prozess und Produkt, im transdisziplinären Projekt und in der interdisziplinären Kollaboration – Struktur des hochschuldidaktischen Konzepts von Design Teaching.

Kreativität ist universale Kraft und Basis der Leistungsfähigkeit von Designmanager/Innen jenseits fachlicher Differenzierungen. Als grundsätzliche Problemlösungskompetenz zeigt sich Kreativität im Prozess und Produkt, im transdisziplinären Projekt und in der interdisziplinären Kollaboration – Struktur des hochschuldidaktischen Konzepts von Design Teaching.

Wissenschaft ist eine Quelle der Freude. Wissenschaft ist eine Quelle von Frust.“ so der Ökonom Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (TU Berlin). Mein (Ulrich Kern) Frust ist der Vorwurf, dass ich ständig neue Inhalte und Begrifflichkeiten in die Welt blasen würde. Das „Etablierte Wissen“ habe sich doch bewährt. Außerdem sind Design Teaching und Design Thinking eh dasselbe. Nein! Design Thinking ist Teil von Design Teaching, einem didaktischen Konzept, das professionelle Persönlichkeit und programmatische Potenzialität gleichermaßen versucht zu entwickeln. Wobei Designer/innen über mehr Kompetenz verfügen, als es für die Gestaltung von Logos oder Leuchten braucht. Das Design hat mehr zu bieten als seine etablierten Leistungen. Design ist eine Perspektive für Verantwortung; Design ist nicht mehr das Privileg einer künstlerischen Domäne. Design diffundiert in viele Wissenschaftsbereiche. Super, geht es am Ende doch um unser aller Zukunft auf diesem Planeten! Ich will mit Design Teaching die Profis akademisch bilden, die eben nicht mit dem „Etablierten Wissen“ Vergangenheit fortschreiben, sondern mit Zukunftswissen den Fortschritt gestalten. O. Edenhofer: „Wissenschaft ist für mich ein Grund, in dieser Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.“ Und das ist der Humus für Gestaltungswillen …

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Wissenschaftliche Planung als internalisierter Prozess im Design

Planung ist imaginative Leistung zwischen Theorie und Praxis. Sie konzipiert die designspezifischen Dimensionen in Vernetzung von Ökonomie, Gestaltung und Kultur. Planung entwickelt einen internalisierten methodischen Prozess – Grundlage für eine verbindliche Design-Praxis.

Planung ist imaginative Leistung zwischen Theorie und Praxis. Sie konzipiert die designspezifischen Dimensionen in Vernetzung von Ökonomie, Gestaltung und Kultur. Planung entwickelt einen internalisierten methodischen Prozess – Grundlage für eine verbindliche Design-Praxis.

In meiner beruflichen Praxis wurde ich (Ulrich Kern) häufig mit Aufgaben konfrontiert, die vor mir in dieser Form noch keiner angepackt hatte. Immer gab es – wenn überhaupt – nur äußerst diffuse Vorstellungen vom Ergebnis. Daraus entwickelte sich die Fähigkeit der kontrollierten Kreativität, der sich entwickelnden Führung und der Erkenntnis, dass Kollegen und Mitarbeiter viel mehr können, als sie selbst vermuten und sich zutrauen… All das war Basis für ein Verständnis von Studium und Lehre, dass die Prozesshaftigkeit des Designs, die Entwicklungspotenzialität der Studierenden und die transformationale Führung durch den Lehrenden in den Mittelpunkt stellte. In einem Vortrag an der Fachhochschule Hannover 2009 durfte ich dieses Konzept vorstellen.

Wenn Sie der Vortrag interessiert …

 

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Designplanung – Programm für die designwissenschaftliche Lehre

Designplanung - Programm designwissenschaftliche Lehre

Wissenschaftliche Lehre und Berufspraxis verbindet eine synchronisierte Entwicklung. Nur so können sie sich ihrer gegenseitigen Relevanz versichern. Die Designwissenschaft ist daher gefordert, die gestiegenen Ansprüche der Berufspraxis in ihrem Lehrangebot abzubilden. Wenn in der Kreativwirtschaft komplexe Projekte und interdisziplinäre Vernetzungen die Profession bestimmen, rückt wissenschaftlich fundierte Problemlösungssystematik in der Designlehre in den Vordergrund.

Plädoyer für verstärkte Vermittlung und Anwendung systematischen Problemlösungswissens
Unter dem Leitbegriff der Designplanung haben wir (Ulrich Kern und Petra Kern) ein Programm entwickelt, das die Lehre als ein systematisches Angebot wachsender Komplexität strukturiert – von Planungsmethoden über Modelle der Projektentwicklung bis zu Vernetzungstechniken für Designmanagement. Die Zunahme der Komplexitätsebenen ist als didaktisches Konzept zu verstehen. Planungsmethoden sind punktuell einzusetzende Denkwerkzeuge in einem simulierten Moment des Machens im Design. Daher die Metapher des handwerklichen Orts. Um die effiziente Nutzung schöpferischer Zeit geht es dagegen bei der Projektentwicklung, die den Umgang mit offenen, unscharfen und komplexen Aufgaben trainiert. Und in einem vernetzenden Raum bewegen sich die Studierenden, wenn sie Techniken für konzertierte Wertschöpfung erproben. Konkrete Beispiele aus der Designlehre stellen die Verbindung zur gestalterischen Praxis her. Designplanung als methodisch-strategisches Programm ist ein Plädoyer für die verstärkte Vermittlung und Anwendung systematischen Problemlösungswissens in der Designlehre. Der Ansatz stellt sich in den Kontext der aktuellen analytisch-methodischen Wende in der designwissenschaftlichen Diskussion.

Designgeschichte – mit dieser Einteilung wird versucht, die Vielzahl von Ereignissen und Entwicklungen, Personen und Leistungen auf wesentliche Abschnitte und zentrale Merkmale zu reduzieren – mit Blick auf die Professionalität der Designer/innen.

Designgeschichte – mit dieser Einteilung wird versucht, die Vielzahl von Ereignissen und Entwicklungen, Personen und Leistungen auf wesentliche Abschnitte und zentrale Merkmale zu reduzieren – mit Blick auf die Professionalität der Designer/innen.

Mehr Infos in der Buchpublikation von Ulrich Kern und Petra Kern: Designplanung – Prozesse und Projekte wissenschaftlich-gestalterischer Arbeit, Pro Business 2009.

 

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