Kompetenz: Produktdesign

 

Managementthema Gestaltung – Produkt im Fokus

Managementthema Gestaltung – es ist wie im richtigen Leben, Schönheit kommt von innen. Gerade Gestaltung hat nicht mit dem „Schönen Schein“ zu tun, sondern mit der intellektuell-strategischen Ausrichtung des Unternehmens und seiner Produkte. Der Reader zum Modul „Produktgestaltung“ beleuchtet das Thema aus der Perspektive der Unternehmensführung.

Managementthema Gestaltung – es ist wie im richtigen Leben, Schönheit kommt von innen. Gerade Gestaltung hat nicht mit dem „Schönen Schein“ zu tun, sondern mit der intellektuell-strategischen Ausrichtung des Unternehmens und seiner Produkte. Der Reader zum Modul „Produktgestaltung“ beleuchtet das Thema aus der Perspektive der Unternehmensführung.

Produktdesign: Es ist das Herzstück eines jeden Unternehmens – das Produkt. Ob vor Messen oder vor den Key-Notes, jeder Mitarbeiter hängt sich richtig rein, wenn es um die Markteinführung geht. Das ist auch gut so, aber die eigentliche „Dramatik“ hat sich viel früher zugetragen. Als nämlich das Produktkonzept zu entwickeln war, wurde eigentlich über Top oder Flop entschieden. Ist ein Produkt intelligent gedacht und clever gemacht, dann werden die Kunden applaudieren – d.h. kaufen und weiterempfehlen. Ist das nicht der Fall, hilft auch nachträgliches „Aufhübschen“ nicht mehr. Das ist die Quintessenz des Readers zur Veranstaltung „Produktgestaltung“ bei Prof. Dr. Ulrich Kern von der FH Südwestfalen. Zentral ist die Aussage, dass Produktdesign keine losgelöste Aufgabe ist, sondern immer nur im Kontext von Markt, Wettbewerb und Gesellschaft bearbeitet werden kann. Für viele Studierende des Design- und Projektmanagements ist das zwar grundsätzlich nicht neu. Entscheidend ist aber für künftige Manager/innen zu wissen, wie konzeptionelle Arbeitsschritte ineinandergreifen und sich zu einer integralen Qualität verbinden.

Produktgestaltung – die hohe Ausdifferenzierung der professionellen Berufe und der Unternehmen führt dazu, dass es immer mehr Spezialisten gibt, die sich um das Produkt und seines „Wohlergehens“ kümmern. Hinzu kommt, dass die Governance ihre eigenen Strukturen erzeugt – und das will gesteuert werden.

Produktgestaltung – die hohe Ausdifferenzierung der professionellen Berufe und der Unternehmen führt dazu, dass es immer mehr Spezialisten gibt, die sich um das Produkt und seines „Wohlergehens“ kümmern. Hinzu kommt, dass die Governance ihre eigenen Strukturen erzeugt – und das will gesteuert werden.

Gemeinsame Schnittmengen, aber unterschiedliche Aufgaben, Methoden und Ziele

Das Produkt ist die zentrale Leistungseinheit im Unternehmen und das Angebot an den Markt. Kein Wunder, dass sich nicht nur eine Profession intensiv darum kümmert: Produktgestaltung zielt auf die gestalterisch-entwerferische Seite einer Produktentwicklung. Der Endkunde und die Erwartungen des Marktes stehen im Vordergrund. Ziel ist die Maximierung der Nutzenfunktionen eines Produkts durch Gestaltung. Hierfür braucht es den gestalterischen Spezialisten, der Produktentwicklung kreativ interpretiert. Während Produktgestaltung als Solisten-Rolle gesehen werden kann, übernimmt Designmanagement dagegen die Dirigenten-Rolle. Es optimiert die gestalterisch-strategische Vernetzung des Designs in der unternehmerischen Leistungskette. Ziel ist die Maximierung des Designnutzens für das Unternehmen durch Management. Hierfür braucht es im Designmanagement den analytischen Generalisten, der Unternehmensentwicklung strukturiert. Eine vergleichbare Regierolle wie das Designmanagement hat auch das Produktmanagement inne. Hier geht es aber nicht um vernetztes Design im Unternehmen, sondern um die ökonomische Optimierung eines Produkts über alle Phasen in dessen Lebenszyklus. Oft wird das Produktmanagement nur auf Marketing reduziert. Im Marketing-Mix aber geht es um die marktsegment-orientierte Optimierung eines Produkts, die als Produktpolitik zu verstehen ist. Die zum Teil ähnlich konstruierten Termini haben ihre gemeinsame Schnittmenge beim Produkt. Die professionellen Perspektiven gehen aber deutlich auseinander. Das ist notwendig, denn Produkte heute sind hochkomplexe und individualisierte „Persönlichkeiten“.

Differenzierung und Positionierung – jedes Produkt ist auch seine eigene „Persönlichkeit“ und hat ein spezielles Wesen, welches sich durch die Differenz zu seinen Wettbewerbsprodukten auszeichnet. Anders als beim Menschen ist diese dann inklusive der anschließenden „Karriere“ im Markt zu planen und zu beeinflussen.

Differenzierung und Positionierung – jedes Produkt ist auch eine eigene „Persönlichkeit“, die sich durch die Differenz zu ihren Wettbewerbsprodukten auszeichnet. Auch die Zielmarkt-Positionierung ist eine Aufgabe der Produktgestaltung, die im gestalterisch-konzeptionellen Prozess mitzuplanen ist.

Nutzung von Differenzierungspotenzial und Schaffung von Positionierungsoptionen
Gerade die Optionen für Differenzierung und Positionierung machen Produkte heute so wertvoll und so einmalig wie wohl nie zuvor. Immer wieder lassen sich Produkte in ihrer Gestaltung auf noch nicht gekannte Art differenzieren. Und so erzählen sie ihre Geschichte ganz neu, anders, spannender und origineller. Die fein differenzierten Produkte sind dabei genauso singulär und komplex wie die Kundenkreise, für die sie entwickelt werden. Und so ist die Zielmarkt-Positionierung wie auch die Produktdifferenzierung eine der Gestaltung vorausgehende Aufgabe, die im gesamten gestalterisch-konzeptionellen Prozess mitzudenken ist. Ergeben doch Differenzierung und Positionierung das Profil des Produkts, welches über den Markterfolg zum großen Teil entscheidet. Gestalterische Professionalität zeigt sich in der Nutzung von Differenzierungspotenzial (im Vergleich zum Wettbewerb) und in der Schaffung von Positionierungsoptionen (für die erfolgreiche Ansprache der Zielsegmente).

Schaut man sich Produktprofile in ihrer Marktvielfalt an, dann lassen sich drei grundsätzliche Designstrategien feststellen, wobei die drei Strategien auch eine Skalierung der Marktdurchdringung darstellen: Originäre Produktgestaltung erschafft Neues und ist ohne vergleichbare Maßstäbe. Sie ist innovativ, weil noch am Markt unbekannt („First Mover“). Derivative Gestaltung transferiert Neuerungen (z.B. anderer Branchen) auf die eigene Gestaltung. Sie assimiliert Trends, die z.T. auf dem Markt bereits bekannt sind („Early Mover“). Indifferente Gestaltung passt sich dem allseits bekannten, gängigen Standard an. Sie entwickelt selbst nichts Neues („Late Mover“). Designmanager/innen wissen, dass die produktgestalterische Strategie allein noch nichts über den Markterfolg aussagt. Erst im Kontext von Markt, Wettbewerb und Gesellschaft zeigt sich die Effektivität von Produktgestaltung.

Download Reader „Gestaltung als Managementthema – Orientierung für Konzept, Entwurf und Strategie im Design“ _ Ulrich Kern

 

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Gender Design – im Fokus der Produktsprache

Design für Männer und/oder Frauen - gibt es Unterscheide? Wenn ja, sind die berechtigt? Wenn nein, warum gibt es diese?

Design für Männer und/oder Frauen – gibt es Unterscheide? Wenn ja, sind die berechtigt? Wenn nein, warum gibt es diese?

Produktdesign: Das waren noch Zeiten! Da schenkte man den Müttern zu „ihrem“ großen Tag im Mai ein Bügelbrett oder einen Römer-Topf. Und dazu eine Flasche „Frauengold“, um die Launen des (männlichen!) Chefs besser ertragen zu können – so versprach es jedenfalls die Werbung damals. Ab 1962 bekamen die Frauen immerhin ihr bescheidenes Gehalt auf ein eigenes Konto überwiesen und „schon“ 1969 wurde die verheiratete Frau als geschäftsfähig durch den Gesetzgeber angesehen. Alles noch gar nicht so lange her!

Und heute in Zeiten einer scheinbar selbstverständlichen Gleichberechtigung? Frauen sind immer noch unterrepräsentiert überall dort, wo es um Einfluss, Macht und Kontrolle geht. Auch wenn Frauen immer wieder höchst wichtige Tugenden und Qualifikationen bescheinigt werden. Auch wenn Frauen inzwischen den größten Teil der privaten Konsumausgaben verantworten. Und auch wenn künftig sogar beim Old Boys` Club Volkswagen eine Frau die Kohlen aus dem Feuer holen darf … Widersprüche und brisante Themen genug, um das Thema Gender für Design und Designmanagement zu behandeln. Dies ist der Fall im Modul Produktgestaltung bei Prof. Dr. Ulrich Kern im Sg Design- und Projektmanagement der FH Südwestfalen.

Dreiecks-Beziehung der Produktgestaltung: Zu schaffen ist die Balance zwischen Gestalter, Nutzer und Objekt. Designmanagement wirkt als Regulativ.

Dreiecks-Beziehung der Produktgestaltung – Zu schaffen ist die Balance zwischen Gestalter, Nutzer und Objekt. Designmanagement wirkt als Regulativ.

Veränderte Blickwinkel – neue Fragen
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass Gender Design das Potenzial für eine neue Wettbewerbsqualität hat. Eine zentrale Frage des Seminars lautet daher, ob und wie Designmanagement auf diese neue Herausforderung reagieren kann. Und wie lässt sich die wissenschaftliche Dimension einer solchen Neuorientierung im Design durchdringen? Als Instrument hierfür sind modellhaft die Beziehungen zwischen Gestalter, Objekt und Nutzer abzubilden. Während im klassisch verstandenen Designstudium das zu gestaltende Objekt im Mittelpunkt steht, rückt das Curriculum der neueren Studiengänge für Designmanagement die Relationen der Produktgestaltung in den Vordergrund. Somit geht es nicht nur um Produktionsästhetik, sondern genauso um Rezeptionsästhetik. Und dabei zeigt sich die Relevanz der Genderthematik. Wie nehmen Frauen das Design der angebotenen Produkte wahr? Entspricht es ihren Präferenzen? Und was bedeuten die Unterschiede im Vergleich zur männlichen Perzeption für die Produktgestaltung? Konzeption geht daher vor Kreation im Designmanagement. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Interdependenz zwischen Gestalter, Objekt und Nutzer bestimmt die Richtung und das Wirkungspotenzial der kreativ-gestalterischen Leistung. Hierfür ist aber ein breiter Wissenskontext der interdisziplinären Sichten zu schaffen.

Analyse der Genderthematik als komplexe Wissenstopographie – in Zusammen-schau der Disziplinen mit ihren Erkenntnissen zum aktuellen Wissensstand.

Analyse der Genderthematik als komplexe Wissenstopographie – in Zusammenschau der Disziplinen mit ihren Erkenntnissen zum aktuellen Wissensstand.

Dicke Bretter bohren
Schon längst sind gesellschaftlich relevante Themen nicht mehr monodisziplinär zu lösen oder linear zu denken. Innovative Ansätze brauchen eine vernetzte Methodik in einem interdisziplinären Kontext. Im Seminar Produktgestaltung wird daher die Genderthematik als komplexe Wissenstopographie erkundet – als Zusammenschau der Disziplinen, die Erkenntnisse zum aktuellen Wissensstand beisteuern. Das empfiehlt sich gerade bei Themen, zu denen eine objektivierte Distanz nicht möglich ist. Jeder Gestalter ist Mann oder Frau. Und jeder von uns trägt in sich ein weitgehend unreflektiertes Vorwissen von dem, was es heißt, Mann oder Frau zu sein. Die Ansichten, was uns vermeintlich die Natur „eingeschrieben“ oder die Kultur „vorgeschrieben“ hat, werden schnell zu vermeintlichen Tatsachen. Differenzierte Analysen biologisch-psychologischer oder anthropologisch-historischer Art zu dem Thema relativieren oder aktualisieren dagegen so manches Argument bzw. Vorurteil. Genauso schärfen Erkenntnisse der Soziologie und Gesellschaftspolitik sowie der Kunst und Kultur die Wahrnehmung der Genderthematik. Auf dieser Wissensbasis schließlich sind eine ökonomisch-konsumpsychologische Analyse und eine gestalterisch-ästhetische Konzeption fundiert vorzunehmen. Der konzeptionelle Denkraum und gestalterische Korridor für Ideen und Entwürfe im Gender Design sind frei.

Mit dem semiotischen Instrumentarium analysiert das Konzept der Produktspra-che das zeichenhafte Wirkungspotenzial der Gestaltung.

Das semiotische Dreieck – Mit dem semiotischen Instrumentarium analysiert das Konzept der Produktsprache das zeichenhafte Wirkungspotenzial der Gestaltung.

Sozialer Wandel im Fokus der Produktsprache
Nach dieser Phase von Analyse und Konzeption ist es an der Zeit, im Seminar die Produkte selbst „sprechen“ zu lassen. Mit Hilfe des designtheoretischen Konzepts der Produktsprache werden gestaltete Objekte als sprachliche Zeichen und kommunikative Botschaften untersucht. Was sagt z.B. die übliche Gestaltung von Haushaltsprodukten über die Annahmen zur Nutzung aus? Welche Werte oder Erwartungen signalisiert das tradierte Design von Werkzeugen? Und was kommunizieren innovativ gestaltete Produkte über deren Annahmen zum Gender Design? Das auf die Erkenntnistheorie der Semiotik zurückgreifende Konzept der Produktsprache ist für die Studierenden ein Ansatz für Interpretation und Decodierung, ebenso für Konzeption und Entwurf von Produktidentitäten. Besonders hilfreich ist der produktsprachliche Ansatz bei Phänomenen des sozialen Wandels. Wenn es darum geht, die kommunikative Beziehung zwischen geänderten Lebenswelten, neuen Produkten und ihren Nutzungskonzepten in Gestaltung zu übersetzen. Denn angehende Designmanager/innen wissen, dass sie ihre Erkenntnisse stets auf Relevanz und Aktualität zu überprüfen haben. Die Sensoren für Entwicklungstrends und sozioökonomische Verschiebungen sind zu schärfen. Zukunftswissen ist zu schaffen. Modelle und Methoden für die Identifikation geänderter Kundenwünsche und die Imagination neuer Lebenskonzepte sind gefordert – Stichwort gendersensible Gestaltung. 

Da kommt was auf Sie zu…
Mit Gender Design als neuer Wettbewerbsqualität für Unternehmen stellen sich neue Aufgaben für künftige Designmanager/innen – sei es für die Gestaltung von Produktwelten, die Konzeption von Verpackungen oder die Schaffung von Einkaufserlebnissen mit Visual Merchandising. Designmanager/innen als künftigen Führungskräften eröffnet sich damit ein spannendes Themenfeld. Noch dazu in einem Studiengang (wie dpm am Campus Soest), der in einem hohen Maß von weiblichen Studierenden belegt wird. Auf Design – eine Disziplin, die bisher ebenso traditionell männlich geprägt ist wie viele Domänen der Wirtschaft – kommen marktwirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Umwälzungen zu. Neben wirtschaftlich-strategischen Fragen geht es auch um die gesellschaftlich-normative Dimension von Gestaltung. Welches Frauen- bzw. Männerbild haben wir eigentlich im Hinterkopf während des Designprozesses? Reproduziert es unhinterfragt das Bekannte oder reflektiert es Wandlungsprozesse der sozialen Realität? Designmanagement muss solche Fragen stellen. Es ist ja nicht nur die Realisierung ökonomischer Ziele mit den Mitteln der Gestaltung. Letztlich verantwortet Designmanagement auch die Umsetzung gesellschaftlicher Werte in die gestaltete Lebenswelt.

Download Reader „Die Produktsprache als Modell für Interpretation und Konzeption von gendesorientierter Gestaltung“ _ Ulrich Kern

Download Briefing „Experimentelle Gestaltung von technischen Alltagsprodukten für eine genderorientierte Nutzertypologie _ Ulrich Kern

Download Katalogbeitrag „Gender als Gestaltungskategorie im Editorialdesign“ _ MA-Thesis Annika Worpenberg _ HAWK Hildesheim SS 2010

Download Katalogbeitrag „Das Bügeleisen für Männer _ BA-Thesis Dimitri Uroda _ HAWK Hildesheim WS 2009-10

Link Website „Mit Eyetracking der Wirkung von Verpackung auf der Spur“ _ FH Südwestfalen

Link Website „Einblicke per Eyetracking: Theorie von Forschung praktisch vermittelt _ Julian Unzner – FH Südwestfalen

Link Website „Im Kreativ-Workshop die konservativen Gender Codes knacken“ _ FH Südwestfalen

Link Website „Die Gendercodes knacken bei Shampoo, Duschgel und Deo“ _ FH Südwestfalen

Link Website „Frauen-Power in Soest _ Werkstattgespräche SS 2012“ _ FH Südwestfalen

Link Website „Designmanagement: Von Macker, Machos und metrosexuellen Männern _ HAWK Hildesheim

 

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Gender Design – sensibel statt stereotyp

Designlehre und -lorschung – Im WS 2015-16 standen die Prinzipien gestalterischer Ästhetik und das Konstrukt des gendersensiblen Designs im Vordergrund. Die Studierenden übertrugen die theoretischen Denkmodelle experimentell auf Objekte des täglichen Lebens.

Designlehre und -forschung – Im WS 2015-16 standen die Prinzipien gestalterischer Ästhetik und das Konstrukt des gendersensiblen Designs im Vordergrund. Die Studierenden übertrugen die theoretischen Denkmodelle experimentell auf Objekte des täglichen Lebens.

Produktdesign: Wie verbindet man Theorie und Praxis, Lehre und Forschung, Kreativität und Strategie, Begeisterung und Systematik? Nun, indem eine Pflicht zur Kür wird – mit eigenem Forschungsinteresse und selbst gesetzten Zielen. In vielen Disziplinen sind zwar Klausuren und Hausarbeiten bewährte Instrumente, um erlerntes Wissen zu überprüfen. Wenn es aber darum geht, Kreativität zu entwickeln, eigene Strategien zu entwerfen, dann ist der didaktische Ansatz des „Forschenden Lernens“ häufig die bessere Alternative. Wird doch gleichzeitig auch das individuelle Handlungsrepertoire im Kontext der genuinen Problemlösungskompetenz gefördert. Ein Beispiel hierfür ist das Modul „Produktgestaltung“ bei Prof. Dr. Ulrich Kern. Die Studierenden lernen in dieser Pflichtveranstaltung ihren gestalterisch-intellektuellen Freiraum spielerisch zu interpretieren und auszufüllen. In einem aktuellen Thema verbindet sich die Theorie der Professionalität mit der gesellschaftlichen Relevanz von Praxis. Im WS 2015-16 standen die Prinzipien gestalterischer Ästhetik und das Konstrukt des gendersensiblen Designs im Vordergrund. Die Studierenden übertrugen das theoretisch Gelernte experimentell auf Objekte des täglichen Lebens. Der thematische Schwerpunkt lautete „Genderorientierte Gestaltung für differenzierte Typen von Männern bzw. Frauen“. Zu gestalten war ein technisches Alltagsprodukt – allerdings entgegengesetzt der Konnotation des üblichen Verständnisses: d.h. für einen spezifischen Frauen-Typus war ein männlich konnotiertes Produkt und für einen Männer-Typus ein weiblich konnotiertes Produkt zu entwerfen. Nicht einfach, denn der Studierende muss sich seinen eigenen und gesellschaftlichen „Vorurteilen“ stellen. Erst dann kann er an der Oberfläche kratzen und verborgene Bedeutungen von Produktgestaltung entschlüsseln, um dem Konventionellen etwas „Neues“ entgegen zu setzen. Für die Studierenden ergaben sich so interessante Zugänge zur Gestaltung. Bei der Abschlusspräsentation, die auch vor der Lokalpresse (Soester Anzeiger) stattfand, ernteten sie hohe Aufmerksamkeit.
„Gender Design“ und „Gender Marketing“ sind aktuelle Ausprägungen der Gestaltungs- und Managementdisziplinen. Sie gehen davon aus, dass sich jeder Mensch unserer heutigen Gesellschaft – ob Mann oder Frau – einer Vielfalt von Lebenskonzepten gegenübersieht. Die Entscheidung für eine individuelle Lebenswelt wird aber durch den Einzelnen nicht völlig frei getroffen. Vielmehr gibt es soziokulturelle und biologische Einflussfaktoren, die das jeweilige Bild von Mann oder Frau mitprägen. Die Unterscheidung von „sex“ als biologisches Geschlecht und „gender“ als soziale Rollenvorstellung der Geschlechter ist hierbei von enormer Bedeutung. Macht sie doch klar, dass es einen fließenden Übergang von biologisch bedingten zu sozial konstruierten Unterschieden gibt. Wo das eine aufhört und das andere anfängt, ist vielfach noch zu erkunden. Eines aber steht fest: Es gibt weder die völlige Gleichheit der Geschlechter, noch in Stein gemeißelte Stereotypen von Mann und Frau!

Design-Theorie und -Praxis – „Gender Design“ und „Gender Marketing“ sind aktuelle Ausprägungen der Gestaltungs- und Managementdisziplinen. Sie gehen davon aus, dass sich jeder Mensch unserer heutigen Gesellschaft – ob Mann oder Frau – einer Vielfalt von Lebenskonzepten gegenübersieht.

Design-Theorie und -Praxis – „Gender Design“ und „Gender Marketing“ sind aktuelle Ausprägungen der Gestaltungs- und Managementdisziplinen. Sie gehen davon aus, dass sich jeder Mensch unserer heutigen Gesellschaft – ob Mann oder Frau – einer Vielfalt von Lebenskonzepten gegenübersieht.

Gender Design jenseits altbackener Klischees und bekannter Kalauer
Alle Lebensbereiche lassen sich unter dem genderorientierten Blickwinkel neu vermessen – von Erziehung und Bildung über das Arbeitsleben bis zur Konsumwelt. Gerade letzteres beschäftigt sowohl Design, als auch Marketing. Das Ziel, Produktangebote zu verbessern und auf Kundenbedürfnisse frühzeitig zu reagieren, verbindet beide Disziplinen. Als Gender Design und Gender Marketing lenken sie den Blick der Unternehmen auf ein lang vernachlässigtes Untersuchungsgebiet: auf die Geschlechterperspektive als wesentlichen Wahrnehmungsfilter des Kunden / der Kundin. Die konsum-psychologischen Auswirkungen rücken damit in den Fokus: Wie sehen ästhetische Vorlieben von Mann und Frau aus? Wie unterscheiden sich Verpackungspräferenzen? Oder das Einkaufsverhalten generell? In welchen Produktwelten fühlen sich Mann oder Frau zuhause? Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen so manche verblüffende Erkenntnis auf – jenseits der altbackenen Klischees und bekannten Kalauer! Nicht zufällig begeistert z.B. der Akkuschrauber Bosch Ixo gerade Frauen – obwohl er ein typisch männlich konnotiertes Produkt ist. Und der Dyson-Staubsauger hat Hausarbeit auch für Männer salonfähig gemacht.
Gender Design und Marketing gehen auf den Kunden bzw. die Kundin mit neuer Offenheit und geschärfter Wahrnehmung zu. Der genderprägende Kontext wird erfasst und dessen Bedeutung für das wirtschaftliche Handeln des Einzelnen reflektiert – mit dem Ziel, eine neue Einschätzung auf die Bedürfnisse der hochdifferenzierten Zielgruppen zu gewinnen. Mangelnde Empathie für Kundenwünsche und unprofessionelles Designmanagement können sich Unternehmen heute nicht mehr erlauben. Design (als Produktgestaltung, Verpackung, Kommunikation etc.) erreicht physisch ganz direkt den Sinnesapparat der männlichen oder weiblichen Rezipienten. Es „kommuniziert“ unmittelbar-sinnlich auf den verschiedenen Wahrnehmungsebenen des Menschen. Es entscheidet sich so enorm schnell, ob die individuelle, genderbeeinflusste Erwartung erfüllt wird und in Kaufinteresse übergeht. Top oder Flop stehen hier zur Wahl. Denn bleibt es (wie bisher oft noch) bei einem Design aus der „androzentrischen“ * Perspektive, wird die Chance vertan, gendersensible Produkte mit neuen Nutzenangeboten für einen weit größeren Kundenkreis als bisher anzubieten. Die Zeit ist also reif für Genderdesign und -marketing!
* „Androzentrismus: Fachausdruck der Geschlechterforschung für die dominant männliche Sichtweise, die gleichzeitig auch die gesellschaftliche Normierung von Werten, Wahrnehmungen, Verhalten und Wünschen unbewusst prägt.“ (Eva Kreienkamp 2009, 60)

Download Presse „Markantes für Männer, Feines für Frauen“ _ Soester Anzeiger 23-1-2016

 

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Universal Design – Gesellschaftsrelevantes Entwerfen

Gesellschaftsrelevantes Entwerfen – Der Wert des Designs einer Gesellschaft ergibt sich auch aus der Qualität einer Gestaltung, deren Nützlichkeit auch für die Schwächsten eignet.

Gesellschaftsrelevantes Entwerfen – Der Wert des Designs einer Gesellschaft ergibt sich auch aus der Qualität einer Gestaltung, deren Nützlichkeit auch für die Schwächsten eignet.

Produktdesign: Seine schlanke, im französischen Original nur 32 Seiten umfassende Schrift war die dicke Überraschung im Büchermarkt des Jahres 2010. Stéphane Hessels „Empört Euch!“ war ein Manifest gegen die großen Krisen dieser Zeit, gegen die Ignoranten, Egoisten und ihre kleinen Welten. Der damals 92-Jährige wehrte sich mit den Waffen des Intellektuellen gegen die Zerstörung der Umwelt und Erosion der Mitmenschlichkeit. Seine lebenslange Courage legitimierte ihn für ein solches Manifest der Verantwortung. Der Wert einer Gesellschaft ergibt sich aus der Summe ihrer Individuen und deren Engagement. Hedonismus und Individualismus sind nicht ohne gegenseitige Achtung und einem verbindlichem Ethos zu haben.

Einlösung des Versprechens nach sinnstiftendem Nutzen
Womit wir bei einem gesellschaftlichen Megatrend angelangt wären, der seinen Ausdruck in demografischen Veränderungen findet. Die Jungen werden weniger und die Alten leben länger – ein Phänomen, das längst in den Renten- und Sozialkassen angekommen ist. Der demografische Wandel bestimmt die Diskussion zur Arbeitswelt wie auch die der Freizeit und Konsumgesellschaft. So geht es nicht mehr nur um „Schonarbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer“ und „Hotelflure mit Rollatortauglichkeit“ oder „große Handytasten für arthritische Finger“ – es geht um die fakultative Verlängerung der Arbeitszeit, um sozial und kulturell anspruchsvolle Urlaubsreisen und um Produkte, die Probleme lösen statt verursachen. Wenn man genau hinschaut, handelt es sich um die Einlösung des Versprechens der Moderne nach sinnstiftendem Nutzen im (Er)Leben. So steht die (Er)Lösung praktischer Probleme im Vordergrund mit symbolischer Relevanz. Die Welt der Artefakte und Dienstleistungen, der Prozesse und Systeme sollte eigentlich alle Menschen gleich „behandeln“ – macht sie aber nicht. Und kann sie auch nicht, denn viel zu häufig sind diese bestenfalls suboptimal konzipiert. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik ist „mit der heißen Nadel genäht“, die Produktform ist peinlich kitschig oder provozierend extravagant. Oft ist das Angebot im Supermarkt die pure Inflation der Superzeichen-Marken und überfordert, ja stresst den berufstätigen Single genauso wie die Rentnerin auf der Suche nach einer Zahnbürste. Es ist ja auch nicht das einzelne Objekt, das zur ärgerlichen Belastung führt – es ist die Kumulation all der Situationen einer Interaktivität mit problematischen Störungen, die bis zur Verweigerung des Erwerbs oder der Benutzung führen können. Wir leben in einer, von uns selbst gestalteten Welt, die sich durch eine ständig wachsende Komplexität und damit (auch nur „gefühlte“) Zunahme der Kompliziertheit des artefiziellen Alltags auszeichnet.

Kombination wissenschaftlicher Konstrukte – Im Reader wird die Vernetzung verschiedener gestalterisch-wissenschaftlicher Themen im Universal Design interpretiert, um deren Relevanz für differenzierte Problemlösungsstrategien darzustellen

Kombination wissenschaftlicher Konstrukte – Im Reader wird die Vernetzung verschiedener gestalterisch-wissenschaftlicher Themen im Universal Design interpretiert, um deren Relevanz für differenzierte Problemlösungsstrategien darzustellen

Vernetzung verschiedener gestalterisch-wissenschaftlicher Konzepte
In der Vorlesung „Universal Design als Zugangsstrategie für den Entwurfsprozess“ von Prof. Dr. Ulrich Kern sind diese Zusammenhänge Gegenstand der Betrachtung. Der Reader setzt sich mit der Problematik und ihrer Notwendigkeit zur Lösung auseinander. So wird die Vernetzung verschiedener gestalterisch-wissenschaftlicher Konzepte im Universal Design interpretiert, um deren Relevanz für differenzierte Problemlösungsstrategien darzustellen. Neben den Prinzipien der Gestaltung (z.B. Informationsästhetik) gehören auch die Aspekte des Technologiemanagements (z.B. Digitalisierung im Bereich Health Care) dazu, die sich durch Kritik der Alltagskultur (z.B. Design im öffentlichen Raum) ergänzen. Aber auch die verbraucherorientierte Bewertung von Funktionsqualitäten (z.B. HMI-Produktanalysen) und die Theorie der Produktsprache (z.B. Design-Semantik) sind Elemente des Konzepts. Selbstredend, dass die Erkenntnisse der arbeitswissenschaftlichen Gestaltung (z.B. Belastungs-/Beanspruchungs-Konstrukt) zu integrieren sind.

Transdisziplinäre Ansätze durch Vernetzung von Erkenntnissen - So ergeben sich Variationen von Problemlösungsstrategien durch neues prozedurales Wissen aller Disziplinen

Transdisziplinäre Ansätze durch Vernetzung von Erkenntnissen – So ergeben sich Variationen von Problemlösungsstrategien durch neues prozedurales Wissen aller Disziplinen

Problemlösungsstrategien durch neues prozedurales Wissen
Unterschieden wird auch in dem Reader zwischen zu bewertenden und zu gestaltenden Objekten. Während das eine konkret und real ist, ist das andere abstrakt und fiktiv. Die Schnittmenge dieser beiden Aggregationszustände ist die verbalisierte und visualisierte Vorstellung des Optimums. Es scheint so, als ob grundsätzlich die Probleme unserer artifiziellen Welt nicht mono-disziplinär, also nur mit Ingenieurs- oder mit Gestaltungswissen zu lösen seien. Eigentlich sind immer mindestens zwei, eher drei Disziplinen mit der Lösung der Probleme und der Entwicklung von Innovationen beschäftigt. Hier ergeben sich für die Beteiligten immer neue transdisziplinäre Ansätze im Rahmen der Vernetzung ihrer Erkenntnisse. So ergeben sich Variationen von Problemlösungsstrategien durch neues prozedurales Wissen.

Download Reader „Universal Design als Zugangsstrategie für den Entwurfsprozess“ _ Ulrich Kern

 

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 Designkonzept – Zur Theorie der Produktgestaltung

Menschen und Märkte brauchen immer "zwei Seiten einer Medaille" – in der Produktgestaltung sind es Kunst und Kommerz, Talent und Technik, Sinn und Sinnlichkeit...

Menschen und Märkte brauchen immer „zwei Seiten einer Medaille“ – in der Produktgestaltung sind es Kunst und Kommerz, Talent und Technik, Sinn und Sinnlichkeit…

Produktdesign: Bildhaft gesprochen: Das eine geht in die Breite und das andere in die Tiefe. Die Rede ist vom Unterschied zwischen Designmanagement und Produktgestaltung. Während das alles steuernde Designmanagement die Dirigenten-Rolle übernimmt und alle Gestaltungsbereiche orchestriert, spielt die integrierte Produktgestaltung exponiert die Soli und schafft so die Begehrlichkeit nach ästhetischen Erlebnissen. Akademisch ausgedrückt: Produktgestaltung hat den Fokus auf die kreativ-interpretierenden Prozesse der Produktentwicklung, Designmanagement hat den Fokus auf die analytisch-strukturierten Programme der Unternehmensentwicklung.

Produktgestaltung vs. Designmanagement -Produktgestaltung zielt auf die Maximierung der Nutzenfunktionen eines Produkts durch Gestaltung. Designmanagement fokussiert auf die Maximierung des Designnutzens für das Unternehmen durch Management.

Produktgestaltung vs. Designmanagement – Produktgestaltung zielt auf die Maximierung der Nutzenfunktionen eines Produkts durch Gestaltung. Designmanagement fokussiert auf die Maximierung des Designnutzens für das Unternehmen durch Management.

Verbindung mit den kreativen Erbanlagen
Die erste Sequenz der Vorlesung „Zur Theorie der Produktgestaltung“ von Prof. Dr. Ulrich Kern macht den Studierenden deutlich, welche Berührungspunkte zwischen Management und Design existieren. Gleichzeitig wird aber auch klar, dass Gestaltung eine höchst diffizile Angelegenheit ist. Um die Qualität einer Opern-Arie zu erzeugen, die ins Ohr geht, braucht es sowohl das kompositorische Genie als auch die konzeptionellen Gene. Und so bringt Produktgestaltung die künstlerische Inspiration des Designers mit ein und verbindet sich mit den kreativen Erbanlagen des Unternehmens und seiner Marken.

Designstrategie - Produktgestaltung als Ausdrucksmittel von Differenzierung und Positionierung kann sich alternativer Strategien bedienen: originär, derivativ oder indifferent. Die drei Strategien sind auch eine Skalierung der Marktdurchdringung.

Designstrategie – Produktgestaltung als Ausdrucksmittel von Differenzierung und Positionierung kann sich alternativer Strategien bedienen: originär, derivativ oder indifferent.
Die drei Strategien sind auch eine Skalierung der Marktdurchdringung.

Differierende Positionierungskonzepte für differenzierte Produktgestaltung
Die Folgesequenz der Vorlesung greift auch die Begriffe der Differenzierung und der Positionierung auf, ebenso deren Bedeutung im Kontext einer konzeptionellen Produktstrategie. Geht es doch zum einen um die konkrete Gestaltung von Produktmerkmalen im Vergleich zu Wettbewerbserzeugnissen und zum anderen um die abstrakte Aufladung von Produktwerten in der Beziehung zum Nutzer. Daraus ergeben sich differierende Positionierungskonzepte für differenzierte Produktgestaltung. Dabei unterscheidet Prof. Kern drei Positionierungskategorien für Designkonzepte: Die originäre Gestaltung ist singulär und zeichnet sich durch einen expressiven Charakter aus. Die derivative Gestaltung leitet sich aus dem majoritären Trend im Design ab und nähert sich deswegen auch bekannten Erscheinungsbildern an. Die indifferente Gestaltung ist in der Kontur unscharf, in der Form ausdruckslos und schafft es nicht durch seine Gestaltung, den Rezipienten zu „berühren“. Aber dennoch muss man zur Kenntnis nehmen, dass es für alle diese Designkonzepte auch die entsprechenden Märkte gibt.

Orientierungskriterien - die Kriterien lassen sich fiktiv auf ihrem Dimensionierungspfeil verschieben, da sie nicht für jede produktgestalterische Aufgabe dieselbe Bedeutung haben. Die Kriterien konkurrieren nur scheinbar miteinander. Tatsächlich muss es der Produktgestaltung gelingen, sie zu priorisieren und in eine Balance zu bringen.

Orientierungskriterien – die Kriterien lassen sich fiktiv auf ihrem Dimensionierungspfeil verschieben, da sie nicht für jede produktgestalterische Aufgabe dieselbe Bedeutung haben. Die Kriterien konkurrieren nur scheinbar miteinander. Tatsächlich muss es der Produktgestaltung gelingen, sie zu priorisieren und in eine Balance zu bringen.

Korrespondenz zum Wertesystem einer Gesellschaft
Die letzte Sequenz der Vorlesung befasst sich mit den „konkurrierenden“ Merkmalen von Produktgestaltung. Design versucht eben immer, den Spagat zwischen Kunst und Kommerz erfolgreich zu schaffen. Neben der Emotionalisierung einer Form durch Gestaltung gilt es auch die Interpretation der Funktionalität für den Gebrauch einzubeziehen. Ein weiterer hoher Anspruch ist es, die Distanz zum Wettbewerb durch Gestaltung herzustellen, ohne die Übereinstimmung mit den (häufig konservativen) Kundenerwartungen zu vernachlässigen. Produkte mit dem Anspruch der Zukunftsfähigkeit zu kreieren, heißt weiterhin, künftige Markttendenzen zu integrieren und immer wieder die Korrespondenz zum Wertesystem zur Gesellschaft herzustellen. Wie sagte Wolfgang Amadeus Mozart doch so schön: “Die Stille zwischen den Noten ist genauso wichtig wie die Noten selbst.“ So ist eben die vermeintliche Konkurrenz der Gestaltmerkmale immer eine Frage der Gesamtkomposition.

Link Design-Curricula für die Kreativwirtschaft

 

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